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Exakt 2965 Kilometer liegen zwischen Adelaide und Perth. Die Strecke durch die menschenleere Buschlandschaft im Süden Australiens führt zum Teil über staubige und holprige Pisten. Wir haben bewusst harte Bedingungen gewählt, um die B-Klasse F-Cell zu testen.
Die erste Überraschung: Ohne die auffällig grüne Lackierung, würde man unser «Auto der Zukunft» glatt übersehen. Es sieht aus wie ein normales Auto, eine brave Mercedes B-Klasse eben. Die revolutionäre Technik (siehe Box) steckt unter dem Blech und funktioniert selbst unter den schwierigen Bedingungen tadellos und unspektakulär.
Wie bei allen E-Mobilen ist unterwegs nur ein leises Rauschen zu hören. Bei kräftigem Tritt aufs Pedal beschleunigt der 136 PS starke Vierplätzer ausreichend zügig (0-100 km/h in 11,4 s, Spitze 170 km/h). Es muss nicht geschaltet werden, denn es gibt nur einen Vorwärtsgang. Selbst auf den holprigen Pisten zeigte die Technik keine Schwächen.
Alles wirkt serienreif und läuft – zumindest lokal – absolut frei von Schadstoffen. Auf den knapp 3000 km haben wir im Schnitt 1,17 kg Wasserstoff pro 100 km verbraucht, was eine Reichweite von rund 300 km erlaubt. Test also bestanden? Jein! Zwar überzeugt die Technik, doch ohne eigene Wasserstofftankstelle im Schlepptau wäre bereits nach 300 statt der insgesamt 30000 km Schluss.
Bei der Wasserstoffversorgung besteht der grösste Handlungsbedarf. Hier wird sich die Zukunft des Brennstoffzellenautos entscheiden. Mercedes gibt sich zuversichtlich. Ab 2015 sollen F-Cell-Autos in grösserer Stückzahl von Privatpersonen gekauft werden können. «Zu einem Aufpreis von maximal 5000 Euro», gibt man sich zuversichtlich.