Land Rover Experience Abenteuer am anderen Ende der Welt

Die 11. Land Rover Experience führt quer durch die Einsamkeit des australischen Northern Territory. SonntagsBlick-Autochef Urs Bärtschi fuhr im Land Rover Discovery Sport 770 Kilometer von Katherine nach Kalkarindji.

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Am dritten Tag unserer Fahrt durchs Outback von Australien haben wir uns langsam an die grenzenlose Weite, die Hitze von 42 Grad und die riesigen Staubwolken der bis zu 60 Meter langen Road Trains gewohnt. Mehr Mühe bereiten uns die nervigen, unendlich vielen Buschfliegen und das Übernachten im typisch australischen Einmannzelt Swag. Die sind zwar überraschend bequem, doch nachts sinken die Temperaturen nicht unter 35 Grad. Zudem ist «Katzenwäsche» angesagt, denn weit und breit gibts kein fliessend Wasser. Kein Wunder fiebern alle der abendlichen Ankunft auf der Viehranch am Fusse des Mount Sanford entgegen: Nach 700 Kilometern Fahrt, 80 Prozent im Gelände, erwartet uns dort die erste Dusche und die erste Toilette.

Wegen der geringen Bodenfreiheit des Discovery Sport musste immer wieder  geschaut werden, dass der Unterboden nicht aufsetzte. play
Wegen der geringen Bodenfreiheit des Discovery Sport musste immer wieder geschaut werden, dass der Unterboden nicht aufsetzte.

Bis es aber soweit ist, müssen am Tag 3 noch 132 Kilometer zurückgelegt werden. Nicht viel, aber die dafür vorgesehenen neundreiviertel Stunden sind Hinweis für den Schwierigkeitsgrad der bevorstehenden Pisten: 100 Prozent Offroad mit vielen Passagen, die nur im Schritttempo bewältigt werden können. Dies liegt auch an unserem Land Rover Discovery Sport. Wir fahren erstmals den Modelljahrgang 2016 mit neuem, in Eigenregie entwickelten Vierzylinderdiesel mit 180 PS und Neunstufenautomatik. Antriebsstrang und Allradtechnologie funktionieren wie erwartet perfekt, die Grenzen werden durch die mässige Bodenfreiheit gesetzt. Keine Überraschung, ist der Discovery Sport näher am trendigen Evoque als am klassischen Discovery positioniert und eher für Abenteuer im städtischen Umfeld als im Outback gedacht. Zudem lässt unsere «Überlebensausstattung» mit massivem Dachträger, einem Ersatzrad, zwei 20-Liter-Dieselkanister, einer Zusatzbatterie, Dutzenden von Wasserflaschen, einer grossen Kühlbox, zwei Einmannzelten, zwei Klappstühlen und diversem Kleinkram das Gewicht ansteigen und die Bodenfreiheit schrumpfen. So schlagen sich unsere Begleiter im Discovery deutlich leichter durchs schroffe, felsige Gelände als wir. Dort, wo sie einfach durchfahren, müssen wir uns einen anderen Weg suchen oder setzen mit dem Unterboden auf.

Ein Clanmitglied der Aborigines benetzt den rechten Arm und den Kopf mit Wasser aus einem Bach. Erst nach dieser Waschung darf das heilige Land betreten werden. play
Ein Clanmitglied der Aborigines benetzt den rechten Arm und den Kopf mit Wasser aus einem Bach. Erst nach dieser Waschung darf das heilige Land betreten werden.

Auf der 132-km-Etappe wartet ein ganz besonderes Highlight auf uns: Mitten im Gregory Nationalpark fahren wir 20 Kilometer durchs heilige Land der australischen Ureinwohner, den Aborigines. Einige waren bereits am Vorabend Gast in unserem Camp und erklärten uns ihre traditionelle Lebensweise mit spiritueller Musik und Tanz. Nun wissen wir, dass jeder Teilnehmer vor der Einfahrt ins heilige Gebiet eine Art Waschung über sich ergehen lassen muss – die Ahnen wollen das so. Die Zeremonie ist simpel: Mit einer alten Blechtasse schöpft ein Clanmitglied trübes Wasser aus dem Bach, der das heilige Land umfliesst. Erst wird der rechte Arm, dann der Kopf damit benetzt, Fertig! Wir können losfahren. Für die Strecke durchs heilige Land dürfen wir die vorgeschriebene Route nicht verlassen, auch Aussteigen ist strikte verboten. Der Boden darf nicht betreten werden, würden wir einen Zweig knicken, hätte das böse Folgen. Für uns in Form einer massiven Geldbusse – die Aborigines aber würden von den eigenen Ahnen mit Krankheit oder Schlimmerem bestraft.

Kurz vor der Rückkehr in die Zivilisation stoppt ein Stein in der Reifenflanke hinten links den Land Rover Discovery Sport und die Servicecrew muss den schleichenden Plattfuss reparieren. play
Kurz vor der Rückkehr in die Zivilisation stoppt ein Stein in der Reifenflanke hinten links den Land Rover Discovery Sport und die Servicecrew muss den schleichenden Plattfuss reparieren.

Kurz vor Erreichen unseres Tagesziels meldet das Reifendruck-Warnsystem «Massiver Druckverlust hinten links». Tatsächlich hat ein spitzer Stein die Reifenflanke durchbohrt. Zum Glück kann unsere Servicecrew den schleichenden Plattfuss mit einem Spezialset in Minutenschnelle reparieren. So eine Bagatelle könnte sich im Outback schnell zur Katastrophe auswachsen.

Bei Dämmerung erreichen wir endlich die Viehranch von Brent und Kelsey Steveson am Mount Sanford. Für unsere Verhältnisse ist sie mit 2500 Quadratkilometern und 21'000 Rindern riesig, für Australien «mittelgross». Brent erklärt, dass seine Cowboys die Rinder erst mit zwei Helikoptern, dann mit Motorrädern, und erst ganz zum Schluss mit Pferden zusammentreiben. Doch ehrlich gesagt, interessieren wir uns momentan mehr für die Wasch- und Toilettenräume…

In der Abenddämmerung des dritten Tages wird die Ranch am Mount Sanford erreicht und der Run auf Dusche und Toilette ist gross. play
In der Abenddämmerung des dritten Tages wird die Ranch am Mount Sanford erreicht und der Run auf Dusche und Toilette ist gross.

Am nächsten Tag gehts die letzten 75 Kilometer auf ebener Sandpiste Richtung Kalkarindji. Bei Tempo 100 zeigt der Discovery Sport seine Alltagsqualitäten und zieht souverän seine Spur. Haushohe Staubwolken sind die Folge, aber das stört hier im menschenleeren Outback niemanden. Übrigens: Kängurus haben wir praktisch keine gesehen, dafür Wildpferde, Schlangen, Krokodile, exotische Vögel und – zum Glück nur tagsüber – die nervigen Buschfliegen.

Die Land Rover Experience 2015 war so, wie ihre zehn Vorgänger: keine Kaffeefahrt, sondern vielmehr eine abenteuerliche Expedition, wie man sie heute so kaum mehr findet.

Publiziert am 15.11.2015 | Aktualisiert am 15.11.2015

Das Outback selbst erfahren

Mit Land Rover Experience kann jeder Reiselustige das ultimative Fahrerlebnis im Outback von Australien selbst erleben. Ausgangspunkt ist Alice Springs, die drittgrösste Stadt im Northern Territory. Von dort gehts durch den Finke-Gorge-Nationalpark in Richtung Kings Canyon mit seinen uralten, roten Sandsteinwänden. Natürlich führt der Weg auch zum Ayers Rock, wo Aborigines die wichtigsten Stätten entlang des heiligen Bergs zeigen.

Über Schotterpisten gehts weiter nach Cave Hill und zu den bekannten Felsmalereien der Ureinwohner. Zudem besteht abends die Möglichkeit mit einer Harley in den Sonnenuntergang zu fahren, auf einem Kamel zu reiten oder mit dem Heli einen Rundflug zu machen.

Die Rundreise ab/bis Alice Springs dauert neun Tage und führt über normale Strassen, Sand- und Schotterpisten. Übernachtet wird in (Luxus-)Zelten und Hotels. Die Teilnehmer erleben so hautnah die vielfältige Kultur und Landschaften von Australien. Als Reisefahrzeug stehen Land Rover Discovery Sport bereit. Insgesamt wird diese Reise zwischen dem 10. März 2016 bis 19. April 2016 noch vier Mal durchgeführt. Die Kosten ohne Flug belaufen sich auf 4990 Euro/Person. Weitere Infos: www.landrover-experience.de/reisen oder info@landrover-experience.de Stichwort Australien.

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