Ford Focus 1.0 Ecoboost Klein aber fein

Mutig: Fords neuer Einliter-Ecoboost-Sparmotor feiert seine Premiere nicht im kleinen Fiesta, sondern im grösseren Focus.

  • Publiziert: 19.02.2012, Aktualisiert: 21.02.2012
  • Von Marcel Sommer
play Alan Mulally, Präsident und CEO der Ford Motor Company, ist begeistert von der Ecoboost-Technologie.

998 Kubikzentimeter Hubraum, drei Zylinder und eine Grundfläche, die auf ein A4-Blatt passt: der neue Einliter-Ecoboost-Motor von Ford wirkt auf den ersten Blick klein und zerbrechlich. So gar nicht gemacht für ein kompaktes Arbeitstier wie den Focus. Doch die ersten Zweifel halten nicht lange. Der in zwei Leistungsstufen (100 oder 125 PS) erhältliche Benziner mit Start-Stopp-Automatik sorgt für ausreichend Vortrieb.

Die 100-PS-Variante ist an ein manuelles 5-Gang-, die 125-PS-Version an ein 6-Gang-Getriebe gekoppelt. Beide leisten 170 Nm – wobei beim leistungsstärkeren Aggregat dank Overboost-Funktion das Drehmoment für kurze Zeit bis auf 200 Nm hochschnellt. Um dem Einliter-Focus aber einen Hauch von Sportlichkeit zu entlocken, sollte der Drehzahlmesser nicht unter die 2500/min-Marke fallen.

Für den 4,53 Meter langen Focus scheint der neue Benziner an sich eine Nummer zu klein. Doch Ford wagt den Schritt, denn der Dreizylinder erfüllt neben der Euro-5-Norm auch die werksinterne Auflage, nicht mehr als der 1,6-l-Motor zu verbrauchen. Mit 4,8 bzw. 5,0 l/100 km liegen die Ecoboost-Varianten gar bis zu 20 % darunter. „Unser neuer Ecoboost-Benziner stellt eine beeindruckende Ingenieurs-Leistung dar, die dank moderner Turbo-Technologie und Benzindirekteinspritzung eine kraftvolle Leistungsentfaltung mit hoher Verbrauchseffizienz und geringen Abgasemissionen vereint“, betont Alan Mulally, Präsident und CEO der Ford Motor Company.

Neben dem Hubraum reduzierte Ford aber auch den Einstiegspreis des Focus. Mit dem neuen Sparmotor ist der Fünftürer ab Mitte März bereits ab 24 400 Franken, der Kombi ab 25 400 Franken erhältlich.

autoscout24.ch

Kommentare (1)

  • Michael  Steiner , Winterthur
    kritiklos werden derzeit alle Sparbemühungen der Autohersteller an die Öffentlichkeit kolportiert. Dass mit dem derzeil als Allerweltsmittel gehandelten Prinzip der Direkteinspritzung nun plötlich auch bei den Benzinern ein massives Feinstaubproblem entsteht, scheint allen Autoschreiberlingen auf breiter Front egal. Denn sonst wäre längst die Forderung nach Partikelfiltern bei Direkteinspritzern da! Aber was solls: bei den breiten Dieseln schreit ja auch keiner nach DeNOx-Anlagen, obwohl wir Luftwerte wie in den 90ern haben. Ich zweifle echt am Sachverstand des Motorjournalismus!
    • 20.02.2012
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