Die Geschichte des Tachos Immer im Kreis herum

Seit 110 Jahren zeigt der Tacho das Tempo an. Aber wie – und warum?

  • Publiziert: 15.10.2012
  • Von Timothy Pfannkuchen

Das Problem ist nicht technisch, sondern menschlich. «Unser Gleichgewichtsorgan kann Beschleunigung fühlen, nicht aber Konstanttempo», erläutert Eelco Spoelder, Leiter Instrumente beim Autozulieferer Continental. Deshalb brauchte es, nachdem das Auto 1886 fahren gelernt hatte, den Geschwindigkeitsmesser – also den Tacho.

Der Ingenieur Otto Schulze meldet im Oktober 1902 im kaiserlichen Patentamt Berlin den Wirbelstromtacho an: Eine Welle überträgt die Raddrehzahl an einen Magneten. Der rotiert und erzeugt Wirbelströme in einer Metallscheibe. Die bewegt sich – und die Nadel. Heute gehts elektronisch: Ein Sensor misst Rad- oder Getriebedrehzahl, ein Schrittmotor bewegt die Nadel. Falls es eine gibt: Manch neues Auto hat Skala und eine Nadel, aber beides ist in Wahrheit nur mehr ein Bild auf dem Monitor.

Ob analog oder digital: Bis heute sind Tachos meist rund. «Das ist intuitiv abzulesen», erklärt Spoelder, sprich: aus dem Augenwinkel. Weder Walzen- noch Bandtacho mit drehender, Quer- oder Hochkant-Skala noch das volldigitale «Mäusekino» (erstmals 1986 im VW Golf GTI) mit Digitalziffern änderten das. Digitalanzeigen bleiben selten und kommen nur oft zusätzlich, zum Beispiel im Headupdisplay, zum Einsatz.

autoscout24.ch

Beliebteste Kommentare

  • Eric  Lang , Banglamung
    Leider sind mehrheitlich falsche Informationen im Artikel.
    Beim 1888 von dem Kroaten Josip Belušić unter dem Namen Velocimeter patentierten Wirbelstromtachometer dreht sich ein Dauermagnet und erzeugt in einer davor angebrachten Metallscheibe oder Glocke aus Aluminium Wirbelströme.
    Das Digifiz wurde ab 1988 als aufpreispflichtiges Extra Ausstattungscode: 816 bei Volkswagen für den Golf II und für den Jetta II angeboten,
    Das LCD-Armaturenbrett hatten ab Februar 1984 alle Opel Senator CD und Monza GS/E serienmäßig erhalten.
    Also viele Jahre vor Volkswagen!
    • 16.10.2012
    • 96
    • 7
  • Ivan  Mesic , Neuhausen
    Digitaltachos gabs bei Opel seit 1983 im Senator / Monza
    • 16.10.2012
    • 54
    • 5

Alle Kommentare (6)

  • Stephan  Huber , Siggenthal
    Schade werden die neuen Tachos seit 2006 im Honda Civic nicht erwähnt, der ist Didital und liegt über dem Lenkrad, gibt wirklich nichts besseres.
    • 16.10.2012
    • 3
    • 13
  • Markus  Zollinger , Dietlikon , via Facebook
    Sorry ihr lieben Leute...
    Wieder einmal: Die Amerikaner hatten schon Digitaltachos, als wir noch nicht einmal wussten, dass es sowas überhaupt gibt. Cadillac Seville z.B. schon 1978! Tja...
    • 16.10.2012
    • 28
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  • José Duarte  Ferreira , St Gallen , via Facebook
    Ist ja normal das VW immer erwähnt werden muss,Opel war damals seine Konkurrenten weit voraus.....aber hauptsache der VW Tacho zeigen,1984 hatte der Kadett GSI der LCD Tacho serienmässig
    • 16.10.2012
    • 15
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  • Ivan  Mesic , Neuhausen
    Digitaltachos gabs bei Opel seit 1983 im Senator / Monza
    • 16.10.2012
    • 54
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  • Eric  Lang , Banglamung
    Leider sind mehrheitlich falsche Informationen im Artikel.
    Beim 1888 von dem Kroaten Josip Belušić unter dem Namen Velocimeter patentierten Wirbelstromtachometer dreht sich ein Dauermagnet und erzeugt in einer davor angebrachten Metallscheibe oder Glocke aus Aluminium Wirbelströme.
    Das Digifiz wurde ab 1988 als aufpreispflichtiges Extra Ausstattungscode: 816 bei Volkswagen für den Golf II und für den Jetta II angeboten,
    Das LCD-Armaturenbrett hatten ab Februar 1984 alle Opel Senator CD und Monza GS/E serienmäßig erhalten.
    Also viele Jahre vor Volkswagen!
    • 16.10.2012
    • 96
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