Im VW Amarok auf Abenteuertour Jenseits von Afrika

Kann ein Pickup auch ohne Untersetzungsgetriebe im Gelände überzeugen? SonntagsBlick fuhr mit dem VW Amarok durch den afrikanischen Busch und kennt die Antwort.

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Mist, wieder nur Elefantenmist! Fast etwas frustrierend. Da fahren wir kilometerweit im VW Amarok durch den afrikanischen Busch – und stossen nur auf Kothaufen. Von den grauen Riesen ist aber weit und breit keiner in Sicht. Da können wir noch so konzentriert links und rechts der Fahrrinne die Landschaft scannen. Einige Perlhühner und Warzenschweine sind vorerst die einzigen Wildtiere, denen wir auf unserem Weg von den Victoriafällen (Simbabwe) – wo sich kurz vor Beginn der Regenzeit auf über 1700 Meter Breite nur noch wenig Wasser über die 110 Meter hohen Basaltwände in die Tiefe stürzt – nach Maun (Botswana) begegnen. Dann plötzlich einige Impalas. «Der Nektar der Raubtiere», wie unser Guide Matthias Göttenauer (49) über Funk erklärt. Doch auch die Raubkatzen, egal ob Löwe oder Gepard, machen sich ebenso rar wie die Elefanten.

Die Reise-Experten Selbst Lust auf ein 4x4-Abenteuer? Dank den Spezialisten von Experience GmbH und X-World, mit Erfahrungen in über 100 Ländern von Bolivien über Botswana bis Namibia und Kirgisistan, lernt man abseits ausgetretener Wege aufregende Landschaften kennen. Schon für Gruppen ab vier Personen werden individuelle Touren zum persönlichen Wunschtermin und Reiseziel organisiert. Infos zu den Reisen mit den speziell für den Offroad-Einsatz ausgerüsteten Fahrzeugen gibts unter www.experience.de oder www.xworld.cc . play

Die Reise-Experten

Selbst Lust auf ein 4x4-Abenteuer? Dank den Spezialisten von Experience GmbH und X-World, mit Erfahrungen in über 100 Ländern von Bolivien über Botswana bis Namibia und Kirgisistan, lernt man abseits ausgetretener Wege aufregende Landschaften kennen. Schon für Gruppen ab vier Personen werden individuelle Touren zum persönlichen Wunschtermin und Reiseziel organisiert. Infos zu den Reisen mit den speziell für den Offroad-Einsatz ausgerüsteten Fahrzeugen gibts unter www.experience.de oder www.xworld.cc.

Macht nichts, denn die Fahrt durch den 14'651 Quadratkilometer grossen Hwange-Nationalpark ist nur schon wegen seiner abwechslungsreichen Landschaft spannend. Und dank dem VW Amarok mit Seikel-Fahrwerk (robustere Dämpfer, verlängerte Federn, 25 mm mehr Bodenfreiheit), Unterbodenschutz sowie Offroad-Bereifung (BF Goodrich All-Terrain T/A) sogar komfortabel. Selbst deftige Stösse durch üble Schlaglöcher auf dem wechselnden Untergrund steckt der VW-Pickup locker weg. Zwar hat unser Allradler insgesamt schon 60'000 anspruchsvolle Kilometer auf dem Buckel. Doch bis auf einige Lackkratzer, verursacht durch die engen Passagen in den Landschaftsgürteln mit Dornensträuchern und Akazienbäumen, welche die Dünen- und Wüstenvegetation mit Gräsern abwechseln, macht unser VW-Pickup immer noch eine gute Figur. Begleitet vom Sirren des Luftschnorchels, durch den der kräftige Zweiliter-Biturbo-Diesel (180 PS, 420 Nm) seine Atemluft bezieht, kämpfen wir uns weiter Richtung Grenze. Dann sehen wir endlich die ersten exotischeren Tiere: Giraffen. Die bis zu sechs Meter hohen Paarhufer beäugen unsere Amarok-Karawane interessiert, ehe sie sich wieder ins Unterholz verziehen – eindrücklich! Genauso wie die Herde Flusspferde im kleinen See. Aber immer noch keine Elefanten – nur ihr Mist…

Am Zoll hob sich der Schlagbaum erst nach einer langen Wartezeit, weil die Zöllner sich eine Pause gönnten. play
Am Zoll hob sich der Schlagbaum erst nach einer langen Wartezeit, weil die Zöllner sich eine Pause gönnten.

Nach über sieben Stunden Offroad-Fahrt taucht kurz vor Pandamatenga die kleine Grenzstation auf. Doch der Schlagbaum bleibt vorerst unten. Drei Simbabwische Zöllner hätten Dienst, aber keiner ist vor Ort. «Das ist Afrika», meint Matthias Göttenauer noch gelassen. Doch irgendwann drängt die Zeit, denn die Grenze auf Botswana-Seite schliesst in Kürze – und Lust auf eine Nacht im Niemandsland hat niemand. Mit Hilfe der deutlich freundlicheren Grenzbeamtinnen aus Botswana, die ihren Kollegen gehörig die Leviten lesen, klappt der Grenzübertritt schliesslich – Glück gehabt! Weiter gehts nun mehrheitlich auf Asphalt. Nur noch die Viehgitter, wo Autos und Personen durch ein Desinfektionsbad gegen Maul- und Klauenseuche müssen, unterbrechen unser Vorwärtskommen. Und Elefanten! Plötzlich stehen die friedlich neben der Strasse grasenden Riesen einfach da – imposant! Viele der Rüsseltiere ziehen Richtung Elephant Sands, wo sie selbst während der Trockenzeit noch Wasser finden. Erstaunlich, wie fast lautlos sich die zwischen drei und fünf Tonnen schweren Kolosse bewegen.

SonntagsBlick-Autoredaktor Jürg A. Stettler fuhr mit dem VW Amarok ohne Untersetzungsgetriebe durch den afrikanischen Busch. play
SonntagsBlick-Autoredaktor Jürg A. Stettler fuhr mit dem VW Amarok ohne Untersetzungsgetriebe durch den afrikanischen Busch.

Nach einer kurzen Nacht führt uns die Reise weiter Richtung Südwesten zu den Makgadikgadi-Salzpfannen, einer der grössten Salzwüsten der Erde. Sand und Staub sowie eine dadurch beeinträchtigte Sicht sind nun unsere ständigen Begleiter. Gut dass, der Amarok dank Traktionskontrolle und Offroad-ABS auch schnell und sicher zum Stillstand kommt. Toll zudem, wie präzise der Pickup sich durch die engen Dornenbusch-Passagen dirigieren lässt, ehe wir die fast unendliche Weite der Salzpfannen erreichen. Dann tauchen in dieser sonst völlig, trockenen Einöde am Horizont plötzlich Bäume und Sträucher auf. Nein, keine Fata-Morgana, sondern Kubu Island. Auf der kleinen Erhebung wachsen sogar Baobab-Bäume! Die gigantischen Stämme der bis zu Tausend Jahre alten afrikanischen Affenbrotbäume können bis zu 5000 Liter Wasser speichern und überleben so die Trockenzeit.

Exotische Tiere, wie Elefanten, und die Landschaft gehören zu den Reise-Highlights. play
Exotische Tiere, wie Elefanten, und die Landschaft gehören zu den Reise-Highlights.

Unser Tross fährt weiter – und wir kommen auch mit feiner 8-Gang-Automatik, aber ohne Untersetzungsgetriebe problemlos bis nach Maun. In der Regenzeit wäre die Amarok-Version mit manuellem 6-Gang-Getriebe und Gelände-Untersetzung für die matschigen und dadurch rutschigeren Pisten sicher die bessere Wahl. Aber auch so bewährt sich der VW Amarok als äussert komfortabler Safari-Begleiter.

Publiziert am 13.12.2015 | Aktualisiert am 14.12.2015

VW Amarok 2.0 TDI Doublecab 4Motion

Antrieb 2,0-l-R4-Biturbo-Diesel, 180 PS, 420 Nm@1700/min, 8-Gang-Automatik, 4x4, Differenzialsperre, Traktionskontrolle, Offroad-ABS.
Offroad-Details: Seikel-Fahrwerk/-Rock-Slider/-Schnorchel, Unterbodenschutz für Motor/Tank/Getriebe, Offroad-Bereifung (BF Goodrich All-Terrain T/A), Hardtop
Fahrwerte 0–100 km/h in 10,9 s, Spitze 179 km/h
Masse L/B/H 5,25/1,95/1,83 m, 2004 bis 2403 kg
Verbrauch Werk 10,9 bis 11,3 l/100 km = 175 bis 179 g CO2/km
Listenpreis ab 40'630 Fr. (mit Auf- und Umbauten von www.capricorntrucks.ch ca. 60'000 Fr.)

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3 Kommentare
  • Martin  Amacker aus Susten
    13.12.2015
    Wo ist hier bitteschön Gelände? Nur unbefestigte Strassen und ein paar grüne Felder. Da kann ich ja glatt mit meinem SLK auf Safari gehen.
  • Michael  Rudolf 13.12.2015
    Ich liebe den Humor in manchen Artikeln:
    Giraffen. Die bis zu sechs Meter hohen Paarhufer beäugen unsere Amarok-Karawane interessiert, ehe sie sich wieder ins Unterholz verziehen – eindrücklich!
    Es ist wirklich eindrücklich wie sich so grosse Tiere im Unterholz verstecken sollen, hahaha.
  • Michael  Rudolf 13.12.2015
    Die bis zu sechs Meter hohen Paarhufer beäugen unsere Amarok-Karawane interessiert, ehe sie sich wieder ins Unterholz verziehen – eindrücklich!

    Soviel zum Schmunzeln.