Seine offizielle Weltpremiere feiert der VW Golf VII erst am 4. September in Berlin. Und zu kaufen gibt’s ihn ab Mitte November. Dennoch verriet VW einem exklusiven Kreis von Journalisten schon vorab Details zum «wichtigsten Auto» des Konzerns.
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VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg mit der Stahlkonstruktion des neuen VW Golf VII.
«Einen neuen Golf zu entwickeln ist zum einen eine grosse Herausforderung und Verantwortung. Zum anderen aber auch eine gewaltige Auszeichnung. Denn der Golf war und ist nun mal der ‚Benchmark’ der Autoindustrie», erklärt uns VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg (60) beim Empfang. Für Hackenberg ist der neue Golf VII bereits seine dritte Golf-Generation, die er als VW-Entwicklungschef zu verantworten hat. «Und ich habe auch diesmal ein gutes Gefühl», zeigt er sich selbstsicher.
Fakt ist: Der neue Golf ist um 5,6 Zentimeter auf 4,26 Meter Länge angewachsen. In der Breite hat er um 1,3 Zentimeter zugelegt. Das mag sich auf den ersten Blick nicht spektakulär lesen, doch dank der gleichzeitigen Reduktion des Türvolumens wirkt das bei unserer ersten Sitzprobe noch verhüllte Fahrzeug spürbar geräumiger. Und das, obwohl er an 2,8 Zentimeter Höhe verloren hat. «Die neuen Proportionen», so Hackenberg, «lassen den Golf VII dynamischer aussehen.»
Besonders stolz ist der Golf-Vater freilich auf die Tatsache, dass beim neuen Wolfsburger trotz dem Grössenzuwachs und deutlich mehr Sicherheits- und Komfortausstattung das Gewicht gegenüber dem Vorgänger um bis zu 100 Kilo gesenkt werden konnte. So entspricht das Leergewicht der kommenden siebten Generation genau jenem der vierten Generation aus dem Jahre 1997. «Zusammen mit unseren zwei neuen Motorfamilien können wir so Verbrauch und CO2-Emissionen um über 20 Prozent reduzieren», erklärt Hackenberg. Und rechnet uns vor, «dass die neue Golf-Flotte – mit einem über das gesamte Motorenspektrum im Schnitt um 13,9 Prozent reduzierten CO2-Ausstoss – allein in Europa pro Jahr 119 000 Tonnen CO einsparen wird.»
Hackenberg verriet uns auch, wie und wo vor allem Gewicht eingespart werden konnte. Aufgegliedert in die übergeordneten Bereiche wurden bei der Elektrik 3 Kilo, bei Sonderausstattung 12 Kilo, bei den Aggregaten 22 Kilo, beim Fahrwerk 26 Kilo und beim Aufbau (Karosserie) 37 Kilo eingespart. Vor allem dank dem von 66 auf 80 Prozent gestiegenen Anteil der hochfesten Stähle bei der Karosserie des Golf VII liegt das grösste Sparpotenial. Und dies wiederum rührt daher, weil VW bei der Entwicklung und Fertigung im Wolfsburger-Produktionswerk nun ultrahochfeste, warm umgeformte Blechteile verwendet.
«Es gäbe neben unserer neuen Leichtbautechnik noch viel zu erklären und zu zeigen», lacht Ulrich Hackenberg mit Blick auf die Uhr. «Aber ich möchte mir schliesslich auch noch was für die am 4. September anstehende, offizielle Weltpremiere des Golf VII aufsparen. Drum lassen Sie sich überraschen…»
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Im Vergleich: Die Masse und Linien des VW Golf VI und des neuen Golf VII.
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