Während die Neuwagenverkäufer Rekordabsätze feiern, gerät der Occasionshandel immer stärker unter Druck.
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Schwere Zeiten für den Occasionshandel.
Das abgelaufene Jahr war mit 318 958 verkauften Neuwagen das beste Verkaufsjahr seit 13 Jahren. Nicht zuletzt dank den einmalig hohen Prämien und Eurorabatten in der zweiten Jahreshälfte. Über 20 Automarken reduzierten 2011 ihre Preise im zweistelligen Bereich – im Schnitt sanken die Neuwagenpreise (ausstattungs- und prämienbereinigt) gegen 15 %.
Die Kehrseite der Medaille: Die sinkenden Preise sorgen zwar für Nachfrage im Verkauf, dafür geraten die Margen massiv unter Druck. Und der Occasionshandel wird durch gestiegene Direktimporte sowie die Preisabschläge auf Neuwagen brutal ausgebremst. So legten im Gegensatz zur zweistelligen Wachstumsrate bei Neuwagen die Halterwechsel bei den Gebrauchten im Vergleich zum Vorjahr nur um 3,5 % zu.
Entsprechend besorgt zeigt sich Urs Wernli, Zentralpräsident des Autogewerbeverbands der Schweiz AGVS: «Die hohen Wertverluste bei den Occasionen belasten die Schweizer Garagisten stark. Trotz wachsender Stückzahlen bleibt den Unternehmern unter dem Strich ein immer kleinerer Gewinn.»