AXA-Winterthur-Crashtest in Dübendorf Handy am Steuer, ungeheuer!

Zwei Drittel aller Autofahrer nutzen ihr Smartphone im Strassenverkehr. Das kann verheerende Folgen haben – wie drei Crashtests der AXA Winterthur in Dübendorf ZH zeigen.

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Wer kennt das nicht? Man ist spät dran, will den Kollegen während der Fahrt auf der Autobahn per WhatsApp kurz informieren. Plötzlich ein Stau voraus – und schon krachts!

Was wäre, wenn...

Dieses Szenario stellen die Unfallforscher der AXA Winterthur bei ihrem spektakulär inszenierten Crashtest in Dübendorf ZH nach. Ein vom Smartphone abgelenkter Autofahrer knallt trotz einer Vollbremsung noch mit 60 km/h in eine stehende Kolonne. «Die Insassen im vorderen Wagen und der Unfallverursacher hätten sich verletzt», bilanziert AXA-Unfallforscherin Bettina Zahnd nach dem Knall. Den Crash können sie im Video aus Sicht des vorderenFahrers erleben und dabei dank 360-Grad-Sicht in verschiedene Richtungen schauen.

Eine Hallenbadlänge Blindflug

Dass dieses Beispiel Realitätsbezug hat, zeigt eine neue Studie der AXA Winterthur. «Zwei Drittel der Autofahrer und Fussgänger nutzen ihr Smartphone im Strassenverkehr», weiss Bettina Zahnd. Da erstaunt es nicht, dass jeder fünfte Unfall mit Verletzten die Folge von Ablenkung oder Unaufmerksamkeit ist. «Wer bei 50 km/h zwei Sekunden aufs Handy schaut, legt in dieser Zeit 28 Meter blind zurück. Das ist mehr als eine Hallenbadlänge», rechnet Zahnd vor.

AXA Winterthur zeigt wie gefährlich Handys im Verkehr sind play
Der hintere Fahrer schaute aufs Handy statt auf die Strasse und knallt mit 60 km/h auf ein stehendes Auto. Werk
Schärfere Bussen nötig

Aus diesem Grund fordert die AXA Winterthur nicht nur Bussen für Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, sondern vor allem schärfere Ordnungsbussen für sämtliche Manipulationen am Smartphone während der Fahrt. Weiter rät sie Automobilisten, beim Fahren den Flugmodus des Handys zu aktivieren.

Publiziert am 26.08.2016 | Aktualisiert am 29.08.2016
Die weiteren Crashtests

Tödliche Ablenkung

Zwei weitere Crashtests zeigten zudem, dass die Ablenkung durch Smartphones auch tödliche Folgen haben kann. So überquert ein vom Handy mit Kopfhörern abgelenkter Fussgänger ohne aufzuschauen die Strasse, wird dabei von einem 50 km/h schnellen Auto erfasst und rund 20 Meter weggeschleudert. Seine Überlebenschancen betragen gemäss Experten nur rund 30 Prozent. Beim letzten Versuch gerät ein simselnder Autofahrer mit 60 km/h auf die Gegenfahrbahn und kollidiert dort mit einem nach einer Notbremsung nur noch 30 km/h schnellen LKW. Trotzdem zieht sich der Autofahrer durch den Aufprall schwerste bis tödliche Verletzungen zu.

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Axa-Winterthur-Crashtest in Dübendorf Erleben Sie den Crash aus der Fahrerperspektive
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  • Peter  Möckli 27.08.2016
    Schärfere Strafen bei Handynutzung sind nötig. Aber auch das vermeintlich ungefährliche Telefonieren mit Freisprecheinrichtung müsste verboten werden. Denn wie verschiedene Tests schon gezeigt haben, ist man auch da so abgelenkt, dass man Fussgänger, Radfahrer etc. übersieht und Unfälle verursacht. Am Steuer eines Autos, am Lenker eines Fahrrads, Töffs o.ä. und zu Fuss ist Telefonieren ein No-Go. Ebenso alles, wo man das Handy in die Hand nehmen und darauf tippen muss.
  • Claude  Oberholzer 27.08.2016
    Es gibt nun wirklich genug Studien, die klipp und klar zeigen , dass eine Freisprechanlage praktisch keinen Unterschied macht. Telephonieren ist telephonieren, mit oder ohne Knochen am Ohr. Ist es wirklich noetig ums verrecken 24/7 erreichbar zu sein? Es kann JEDEM zugemutet werden, ein paar Minuten zu warten bis man eine Antwort bekommt...