Audi-Führungskräfte als Testpiloten Überraschende Gewohnheiten der Audi-Manager

Audi hat 70 seiner Manager zu echten Testkunden gemacht und zeichnet auf, welche Schalter diese in ihren Geschäftsautos brauchen. Die Ergebnisse überraschen.

Die mittlere Bedienleiste, direkt unter den Lüftungsdüsen, auf der auch der Drive-Select-Schalter für die Fahrprogramme liegt, wird nur selten benutzt. play

Die mittlere Bedienleiste, direkt unter den Lüftungsdüsen, auf der auch der Drive-Select-Schalter für die Fahrprogramme liegt, wird nur selten benutzt.

Rafael Künzle
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Seit über einem Jahr ist eine Flotte von 70 Testwagen unterwegs; täglich bewegt vom Audi-Management. Die Ergebnisse ihrer Gewohnheiten fliessen als Feldversuch in die Entwicklung neuer Fahrzeuge ein. Egal ob Urlaub in Holland, Wochenendtrip ins Tirol, Pendlerverkehr oder Geschäftstermin in Frankfurt? Auf jeder Fahrt werden zahllose Schalter gedrückt, Temperaturen eingestellt, telefoniert oder Fahrprofile geändert.

Bei den Wagen von 70 Audi-Managern, wie hier dem neuen Audi A6, wurden die Gewohnheiten der Benutzer akribisch festgehalten. play
Bei den Wagen von 70 Audi-Managern, wie hier dem neuen Audi A6, wurden die Gewohnheiten der Benutzer akribisch festgehalten. Werk
Das hören die Audi-Bosse

Auch wenn die Ergebnisse der 70 Audi-Dienstwagenpiloten nicht repräsentativ sind, lassen sich daraus Trends ablesen. Mit Schlagern, Informations- oder Lokalradio haben es die Audi Manager nicht so. Die Ergebnisse belegen, dass gerademal zwei Prozent den lokalen Sender «Radio Ingolstadt» hören. Die Lautstärke wird meist nicht über die Lenkradtasten verstellt, sondern über den Drehschalter der Mittelkonsole.

Die Fahrer eines Audi A6 (Bild oben) sind gemäss der Studie sportlicher unterwegs als diejenigen eines TT, was überrascht. play
Die Fahrer eines Audi A6 (Bild oben) sind gemäss der Studie sportlicher unterwegs als diejenigen eines TT, was überrascht. Werk
Der unbekannte Sportwagen

Besonders überraschend: Die mittlere Bedienleiste im Cockpit, wo unter anderem über den Drive-Select-Schalter die Fahrprogramme angewählt werden, führt ein Schattendasein und gehört zu den am wenigsten genutzten Tasten im Auto. «Uns hat überrascht, dass Fahrer eines Audi A6 sportlicher als die eines TT fahren», lächelt Projektleiter Florian Netter.

In rund 14 Monaten wurden sechs Milliarden Datensätze produziert – pro Sekunde werden pro Audi-Testwagen 500 Signale verarbeitet. Die Erkenntnisse fliessen nicht nur in die Innenraumgestaltung neuer Modelle, sondern auch in die künftige car-to-car- und car-to-x-Kommunikation (wenn beispielsweise Lichtsignale ihre Grünphasen an Autos übermitteln).

Publiziert am 05.09.2016 | Aktualisiert am 04.09.2016
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autoscout24.ch

4 Kommentare
  • Stephan  Huber aus Siggenthal
    05.09.2016
    Vielleicht merken die Entwickler endlich, dass der Trend zu Touchscreen ein Irrweg ist beim Auto.
    Nur Knöpfe/ Schalter lassen sich blind bedienen.
  • Frank  Weis aus Uster
    05.09.2016
    Die Lautstärken Verstellung an am Radio vorzunehmen, wenn sich die Steuerung dazu auch am Lenkrad befindet, kann ich nicht verstehen. Diese Funktion habe ich in meinem Skoda Octavia auch und nutze sie im Gegensatz zu meiner Frau auch immer. Ist schliesslich ein sicherheitsgewinn, wenn man ohne das Lenkrad loszulassen blind laut/leise stellen kann.
  • Peter  Fritz 05.09.2016
    Ich finde diese Analyse Super! Ich fahre zwar ein anderes Deutschen Modell, aber in der Bedienung finde ich mich wieder......
  • Urs  Käser aus Zufikon
    05.09.2016
    Ich fahre seit Jahren AUDI und wundere mich immer wieder wie von Modell zu Modell die Bedienungselemente und Funktionen weniger kundenfreundlich werden. Da scheinen Designer am Werk zu sein, die sich mehr für ihre eigene Geltungs-Bedürfnisse interessieren als für den praktischen Bedienungskomfort der Kunden. Ich ärgere mich fast täglich über solche Unzulänglichkeiten und werde mein nächstes Auto bei einem anderen Hersteller suchen.