Audi-Antriebszukunft Vorsprung durch Elektrotechnik

Die Zukunft des Automobils wird kompliziert. Unzählige Ansätze und Strategien laufen auf ein gemeinsames Ziel zu: Das Auto und mit ihm der Audi der Zukunft werden elektrifiziert.

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Wann immer Artikel über E-Mobilität erscheinen, füllen sich die Leser-Kommentarspalten prompt mit Zweifeln und Vorurteilen. Nur wird in der Diskussion oft übersehen: Das Wann und Wie mag Fragen aufwerfen, aber das Ob ist längst entschieden. Weil die Ölreserven endlich und der E-Motor der bessere Futterverwerter ist, gibts am E-Auto gar nichts mehr zu rütteln.

Dass das Auto der Zukunft nur elektrifiziert überhaupt eine Chance hat, spüren wir in Gesprächen mit Entwicklern – diesmal bei Audi, wo wir einen Blick auf die künftigen Antriebe der VW-Tochter werfen dürfen. «Auf lange Sicht steigt der Ölpreis, und E-Mobilität wird ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende. Wir ziehen alle Register», so E-Fuel-Chefentwickler Reiner Mangold. Und deshalb wird entwickelt, dass es kracht – in jede Richtung, weil es keinen goldenen Antriebsstein der Weisen gibt. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Antriebszukunft verwirrend vielfältig wird.

Audi etwa setzt vorerst auf die Elektrifizierung der bekannten Verbrenner via Plug-in-Hybrid-Technik. Auf den A3 E-Tron folgt im Sommer der Q7 E-Tron – bald soll jede Baureihe einen Plug-in enthalten, der Kurzstrecken mit Strom und längere Reisen mit Sprit fährt. Auch, um die Kunden langsam an Vollstromer zu gewöhnen, ehe der R8 E-Tron und 2018 endlich der Tesla-Jäger E-Tron Quattro starten.

Welche Detailarbeit in der fortschreitenden Elektrifizierung bekannter Antriebe steckt, zeigt der Schritt vom 12- zum 48-Volt-Bordnetz – ein Mosaikstein, der raffiniertere Lösungen erleichtert. Zum Beispiel den E-Turbo, der ab 2016 schon anschiebt, ehe der «normale» Turbo loslegt, oder die zeitgleich erwartete Wankstabilisierung, die Bewegungen der Karosserie mindert und in Strom verwandelt. Oder ab 2017 einen Mildhybrid-Antrieb.

Weil Benziner und Diesel unterdessen parallel weiterstinken, sollen sie wenigstens CO-neutral und ressourcenschonend tanken – oder bitte gleich CO-neutral erzeugtes E-Gas. Wir staunen, wie vehement das Thema synthetischer Sprit, der bereits in einer Pilotanlage hergestellt wird, bei Audi verfolgt wird. Doch am Horizont steht natürlich die Vision, den E-Antrieb mit der Brennstoffzelle zu befeuern (siehe Box) – und uns immer noch Fahrspass zu bereiten.

Publiziert am 09.11.2015 | Aktualisiert am 09.11.2015

Probefahrt im Audi A7 H-Tron: Steckdose adieu

Die Brennstoffzelle ist der (Wasser-)Stoff, aus dem die Autoträume sind: Die Idee, mit dem beim Einsatz regerenativer Energien unbegrenzten Wasserstoff (H2) im Auto Strom zu erzeugen und nur Wasserdampf zu emittieren, ist die grosse Branchenvision jenseits des Jahres 2025. Auch bei Audi. Das Ziel lautet im Gegensatz zu den Asiasten, die mit kleinen Stückzahlen bereits ums Label «Serienauto» wetteifern: Bereit sein, sobald Nachfrage und Infrastruktur soweit sind. Wir fahren einen Versuchs-A7 mit Brennstoffzelle Probe – und spektakulär an der Fahrt in einem von sechs Prototypen ist nur, wie unspektakulär sie verläuft. Der A7 Sportback H-Tron fährt sich wie jedes andere E-Auto – sehr seidig, sehr leise. (Systemleistung 231 PS). Nur das Abblasen des Wasserdampfs aus dem Auspuff erinnert uns, dass dieser A7 die 540 km Reichweite einer Brennstoffzelleverdankt. Aber noch sind die Kosten hoch – und frühestens im Herbst 2016 kommt in der Schweiz die erste H-Tankstelle mit 700 bar Fülldruck.

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6 Kommentare
  • Peter  Müller 10.11.2015
    Das war einmal, die Deutschen laufen der Technik inzwischen hinterher, andere sind da weit voraus.
  • Thomas  Degen 09.11.2015
    Jenseits 2025. Sobald die Nachfrage und Infrastruktur bereit ist? Auch eine Art Kosten zu sparen! Toyota hat das ganze Patentpaket freigegeben, damit es auch mit der Infrastruktur vorangeht. Audi denkt sich wohl, wir legen mal unsere Hände in den Schoss und warten ab, bis die anderen alles bereitgestellt haben. Aber Vorsicht, kann gut sein, dass wenn Audi auf den Zug aufzuspringen will, sie evtl. mit "Oldtimern" den Markt erobern wollen. Im Schlaf hat noch niemand einen Vorsprung aufgeholt!
  • Noldi  Schwarz 09.11.2015
    Vorsprung? Wo? Wie? Tesla zeigt, wie es rein elektrisch geht. Toyota zeigt, wie es mit Wasserstoff geht. Also: Nirgendwo Vorsprung. Hinterherrollen könnte man das nennen. Aber der Berichteschreiber verbrachte bestimmt eine gute Zeit auf Kosten von Audi.
  • Stefan  Hirschi 09.11.2015
    Audi E-Tron = Autonomdislozierender E-tron Frz. Kothaufen. Passt genau!
  • Peter  Mayer 09.11.2015
    Welchen Vorsprung? Da sie merken was Tesla für einen Vorsprung hat, müssen die deutschen Autohersteller jetzt nachziehen. Natürlich ist ein elektrisches Fahrzeug nur dann Sinnvoll wen die deutschen Autohersteller es sagen und nicht davor.