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«Der Hauptantrieb der Zukunft wird ein Elektromotor sein“, verrät Lars Peter Thiesen, bei Opel zuständig für die Einführungsstrategie für Wasserstoff und Brennstoffzellen. Offen ist für den Experten, woher das Aggregat seinen Strom bezieht. Ob wie beim momentan zu Testzwecken mit Elektromotor versehenen Meriva aus einer Batterie. Oder wie beim Ampera aus Batterie und Range-Extender (Reichweiten verlängernder 1,4-l-Benziner). Oder gar wie beim Hydrogen4 aus der Brennstoffzelle.
Da man auch bei Opel in den nächsten Jahren nicht mit einer Revolution bei der Batterieentwicklung rechnet, führt für die Deutschen kein Weg am Wasserstoffantrieb vorbei. Macht Sinn, wenn man sich Gewichte und Volumen von Energiespeichern samt Antriebsystem in einem Auto für 500 Kilometer Reichweite vor Augen führt. Bei einem heutigen Diesel sind dies 43 Kilo. Bei einem E-Mobil mit Lithium-Ionen Batterie (100 kWh) wären es dagegen horrende 830 Kilo! »Durch diese relative geringe Energiedichte sehen wir das Haupteinsatzgebiet reiner Batteriefahrzeuge vor allem in der Stadt“, erklärt Thiesen.
Und wer mehr als die durchschnittlichen 60 Kilometer pro Tag fährt, der kann mit dem 55900 Franken teuren Ampera einen Wagen kaufen, der auch einmal spontan einen längeren Ausflug oder Kurztrip zulässt.
Für längere Distanzen setzt Opel aber auf Wasserstoffantrieb, der momentan mit 125 kg Systemgewicht zu Buche schlägt. Für die kommende Generation des Wasserstoff/Brennstoffzellenantriebs, den Opel für 2015 ankündigt, rechnet Thiesen gar nur noch mit halb so viel Gewicht und Volumen: «Das ermöglicht uns, den Antrieb in weitere, auch kompaktere Modelle zu verbauen.» Also abwarten, womit Opel neben einem kleinen E-Cityflitzer künftig noch aufwarten wird.
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Lars Peter Thiesen, bei Opel zuständig für die Einführungsstrategie für Wasserstoff und Brennstoffzellen.