Der neue Dacia Dokker ist ein Vollkost-Cityvan zum Diätpreis: Er kostet weniger als 12'000 Franken!
Ab Dezember fährt Dacia dort hin, wo das Erfolgsrezept der Renault-Billigtochter noch würziger schmeckt: Bei Cityvans zählen statt Luxus und Schnickschnack vor allem Nutzwert und Preis. Der Dokker soll unter 12'000 Franken (definitver Preis ist noch unbekannt) starten; als Nutzfahrzeug sogar noch etwas tiefer. Ein Renault Kangoo oder VW Caddy kosten schnell mal 10'000 Franken mehr!
Klar ist die Ausstattung karg, aber dafür bleibt Budget für Optionen. Vorne gleicht der 4,36 Meter kurze Dokker dem Kompaktvan Lodgy. Dahinter folgt ein kantigerer, höherer Aufbau mit Heckschwenktüren und einer seitlichen Schiebetür (zwei als Option). Das sieht nicht mal billig aus und bringt Platz: Zu fünft 800 Liter Laderaum, und im Fond sitzt man sehr bequem. Klappt man die Sitze um, sind es 3000 Liter! Die Vanversion lockt gar mit optional klappbarem Beifahrersitz – und dann 3900 Liter Volumen und 3,11 Meter Ladelänge.
Klar dominiert Rustikalplastik: Irgendwo müssen die Rumänen ja sparen. Dank Farbe und Pseudoalu wirkt das eher ehrlich statt ärmlich: kein Luxus, aber, was es braucht. Qualität und Sitze sind ordentlich, und für nur ca. 700 Franken gibts ein Multimedianavi. Schade: Lenkradlängsverstellung gibts nicht. ESP kostet frech ca. 500 Franken extra. Prima ist der Fahrkomfort. Kurven nimmt der Dokker vergnügungs-, jedoch ärger- und angstfrei.
Dazu staunt man über die guten Diesel (75 und 90 PS, Werksverbrauch ab 4,5 l/100 km), die mit eifrigem Schalten für recht flotten Vortrieb sorgen. Ignorieren sollte man den müden alten 83-PS-Benziner; im Frühjahr folgt wohl der quirlige 115-PS-Turbo.
Unser Fazit: Der Dokker hat das Zeug zum Bestseller. Er bietet statt Raffinesse den vollen Nutzwert eines Cityvans, und wirkt dabei längst nicht so billig, wie er ist.
Alle Kommentare (1)