So sehr der neue Mercedes CLS Shooting Brake auf den ersten Blick polarisiert, so sehr punktet er auf den ersten Metern.
Der erste Eindruck des neuen Coupé-Kombis von Mercedes suggeriert in erster Linie eins: dass bei dieser Linienführung innen wohl wenig Platz übrig geblieben sein dürfte. Doch weit gefehlt: Im Cockpit wie auch im Fond findet man nicht nur ausreichend Kopf-, sondern dank 2,87 Metern Radstand auch viel Beinfreiheit. Und obwohl der Kofferraum offenkundig besonders von der stark abfallenden Hecklinie betroffen ist, bietet er 590 Liter Stauraum. Das Umklappen der Rückbank erfolgt vom Kofferraum aus und erweitert ihn auf bis zu 1550 Liter.
Also, Fuss auf die Bremse, Schlüssel drehen und los gehts. Die serienmässige 7-Gang-Automatik arbeitet sanft und schnell und harmoniert wunderbar mit dem Dreiliter-V6 mit 265 PS und 620 Nm, der so leise säuselt wie wohl noch kein Diesel zuvor. Insgesamt stehen drei Benziner (306 bis 525 PS) und zwei Diesel (204 und 265 PS) für den je nach Motorisierung bis zu zwei Tonnen schweren CLS Shooting Brake zur Wahl.
Auf der Fahrt durch die engen Gassen von Florenz überrascht uns die ausgesprochene Wendigkeit des fast fünf Meter langen Lifestyle-Kombis. Der Mix aus prima abgestimmtem Fahrwerk, Luftfederung hinten, elektromechanischer Direktlenkung und den feinen Motoren macht richtig Spass – wobei die AMG-Variante mit 525 PS und 700 Nm in einer eigenen Liga fährt.
Fazit: Sicher, der Mercedes CLS Shooting Brake ist eigenwillig gestylt, aber gut proportioniert. Und vor allem fährt er sich hervorragend. Ab Mitte November steht er bei den Schweizer Händlern zu Preisen ab 77'900 Franken.
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