Bentley Continental GT V8Bentley Sparen mit Bentley

Bentley und Downsizing? Undenkbar! Zumindest bisher. Doch im neuen Continental wagen die Briten den Bruch mit der Tradition.

  • Publiziert: 10.02.2012
  • Von Rahel Ueding

Auf die altehrwürdige britische Nobelmarke Bentley (heute im Besitz des deutschen VW-Konzerns) ist punkto Qualität Verlass: Leder, Holz, Chrom – im neuen Continental alles bequem, geschmackvoll kombiniert und schön. Bentleys Problem liegt woanders. Die Marke kämpft mit dem immer grösser werdenden Graben zwischen eigener Tradition und technischem Fortschritt: Verbräuche und Emissionswerte eines fraglos höchst gediegenen und ebenso kräftigen W12-Motors oder des seit ungefähr 50 Jahren verbauten 6,75-Liter-V8 sind einfach nicht mehr zeitgemäss.

So kündigte Bentley vor gut drei Jahren eine CO-Reduktion um 40 % an und begann – gemeinsam mit Audi – ein neues, „nur“ noch vier Liter grosses V8-Aggregat zu entwickeln. Dank Gewichtsreduktion, Zylinderabschaltung und weiteren technischen Finessen soll der Motor nur noch 10,6 bis 10,9 l/100 km verbrauchen und 246 bis 254 g/km CO emittieren. Aber erfüllt dieser V8 noch die hohen Ansprüche an Bentley?

Die Antwort: Ja! Auf normalen Strassen brilliert der 2,5 Tonnen schwere GTC (ab 252 050 Franken) mit seinen sportlich-komfortablen Fahreigenschaften. Auf der Rennstrecke entfaltet der etwas leichtere GT (ab 229 130 Franken), dank Sportauspuffanlage infernalisch brüllend, explosionsartig seine ganze Kraft (507 PS, 303 km/h Spitze, 0-100 km/h in 4,8-5 s). Doch wer auf so hohem Niveau fährt, meckert auch entsprechend. Etwa wegen der Software des Navigationssystems, das sich in Nordspanien so gar nicht auskennen wollte. Und auch die Windgeräusche im GTC dürften ruhig etwas weniger deutlich hörbar sein.

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