Aussen kompakt, innen riesig: Blick auf exklusiver Testfahrt im neuen Skoda Rapid.
Von wegen kleine Limousine: Der Rapid, mit dem Skoda Ende Jahr die Lücke vom Fabia zum Octavia schliesst, startet in Asien als 4-Türer. Bei uns, wo niemand kompakte Limousinen kauft, sieht er zwar gleich aus, ist aber ein 5-Türer mit Heckklappe.
Wer die öffnet, erlebt sein tschechisches Wunder: Der Laderaum des adretten, 4,48 m langen Rapid macht Kombis neidisch: beeindruckende 550 Liter Fassungsvermögen! Klappt man die Fondsitze um, bleibt zwar leider ein Absatz im Boden. Dafür streckt man auch auf den Rücksitzen entspannt die Beine aus. Dazu gibt es clevere Details, z.B. einen Eiskratzerhalter in der Tankklappe.
Klar kann Skoda nicht zaubern: Weil der Rapid auf Boommärkten wie China punkten soll, zählt jeder Rappen beim Verkaufspreis. Deshalb gibts im Cockpit viel Hartplastik und nur eine Rasten- statt stufenloser Sitzlehnenverstellung. Wohl fühlt man sich hier trotzdem: Alles ist tadellos verarbeitet, und sogar ein Hauch Chromdekor fand Platz.
Auch unterwegs ist der Rapid im besten Sinne unspektakulär. Ein typischer Skoda – also ausgewogen und straff genug für Fahrspass, aber doch komfortabel für Reisen. Den Antrieb übernehmen die bekannten Motoren aus dem VW-Baukasten: In die Schweiz kommt der Rapid wohl als quirliger 1.2 TSI, dessen 86 bzw. 105 PS locker reichen – weil er nur 1,1 Tonnen wiegt. Dazu der flotte 1.4 TSI mit 122 PS und DSG und der durchzugstarke 1.6 TDI als 105-PS-Diesel (Werksangabe 4,4 l/100 km). Der Preis soll günstig ausfallen, ist aber noch offen. Wir tippen mal auf runde 20 000 Franken.
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