Der neue Mercedes GL ist quasi die S-Klasse fürs Grobe. Nur dabei niemals grob.
Nur ein Knopfdruck, dann falten sich die Fondsitze wie von Zauberhand elektrisch zusammen: Im neuen GL macht man nicht mal das von Hand. Brauchts das? Nein. Aber es erleichtert den Ausstieg aus Sitzreihe 3 und den Umbau zum 2300 Liter mächtigen Transporter. Und der GL ist eben ein Nobelhobel und will der meist verkaufter Luxus-SUV Amerikas bleiben. Platz überzeugt aber auch in Europa: Der Fond ist verschwenderisch; selbst in Reihe 3 sitzen Erwachsene menschenwürdig.
Unterwegs fühlt er sich fast so seidig an wie eine S-Klasse. Kein Laut dringt ein, die Luftfederung bügelt lässig alles glatt, und das Cockpit ist eine echte 5-Sterne-Suite. Dazu hagelts Hightech: Der GL bremst notfalls selbst, parkt ein und aus und reagiert gar gegen Seitenwind. Klar ist er kein Kurvenfetzer, aber für fast 2,5 t erstaunlich agil.
Nach Europa passt der GL 350 BlueTec mit 258-PS-V6-Diesel: bärenstarker Zug für 7,4 l/100 km (Werksangabe) und 97 900 Franken. Seidig und rassig geht der GL 500 mit 435-PS-V8 zu Werke: 5,4 s auf 100 km/h und 250 km/h Spitze für 31 000 Franken mehr und 11,5 l/100 km. Reicht nicht? Bitteschön: Ölscheichs ordern diesen 5,12 m langen Geländemeister für 179 000 Franken als GL 63 AMG mit 557-PS-V8.
In der Schweiz ist der GL ab sofort zu haben.
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