Bis Mercedes in einem halben Jahr mit der neuen S-Klasse startet, hat BMW Zeit, Kunden zu überzeugen, dass der überarbeitete 7er die beste Luxuslimousine der Welt ist.
BMW hat einen Lauf. Mit dem neuen 7er vor drei Jahren kam die Wende zum Guten und seither sind die Münchner von der Überholspur nicht mehr zu verdrängen. Nicht nur gegenüber der deutschen Premiumkonkurrenz hat BMW derzeit überall die Niere vorn. Die Modellreihen 1er, 3er und 5er lassen Mercedes und Audi alt aussehen und mit Mini und Rolls-Royce fährt man sowieso in einer eigenen Erfolgsliga.
Doch etwas wurmt BMW: Für viele ist die Mercedes S-Klasse im Luxussegment nach wie vor das Mass der Dinge. Dabei bieten die Münchner aktuell das kompletteste Auto. «Mit der jüngsten Modellpflege», verspricht Entwicklungsvorstand Herbert Diess, «ist die beste Luxuslimousine der Welt noch ein bisschen besser geworden. Der neue 7er ist die Spitze dessen, was wir zu leisten imstande sind», sagt er. Das Design wurde nur leicht verändert. Doch unter dem Blechkleid hat sich viel getan.
Am deutlichsten sind die Verbesserungen bei der Effizienz. Absehen vom übermächtigen 12-Zylinder des BMW 760i/760 Li gibt es für alle mehr Leistung bei spürbar weniger Verbrauch. "Bis zu 25 % weniger“, verspricht Diess. Start-Stopp-Systeme, geänderte Motorelektronik und die neue 8-Gang-Automatik machen es möglich. So erstarkte z.B. das Einstiegsmodell 730d (ab 104'800 Franken) auf 258 PS und 560 Nm bei einem Verbrauch von nur 5,6 Liter. Ganz nach Wunsch gibt es breit gefächert Langversionen sowie 4x4-Modelle. Neuer Topdiesel ist der 381 PS starke BMW 750d xDrive (ab 135'000 Franken), der sich mit lediglich 6,4 Litern zufrieden geben soll. Einstiegsmodell bei den Benzinern ist der 740i (ab 113'000 Franken).
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