Tesla Model S Fulminanter Elektro-Sprinter

Familien-Elektroautos sind nur für Ökofreunde. Falsch! Beim 5-plätzigen Tesla Model S kommen auch Sportfreunde auf ihre Rechnung. Und wie!

  • Publiziert: 29.10.2012
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Das Model S von Tesla sieht gut aus. Cool etwa die versenkten Türgriffe, die erst durchs Antippen ausfahren. Dennoch: Ein E-Mobil mit 4,98 m Länge und 2,1 t Gewicht – da scheint das grosse Gähnen vorprogrammiert. Doch tritt man aufs Gaspedal, folgt die grosse Überraschung: Das Model S prescht so fulminant los, als würde man einen dunklen Saal mittels Lichtschalter in gleissendes Licht tauchen. 416 PS und 600 Nm ab Drehzahl 0 katapultieren den Fünfplätzer in nur 4,6 s auf Tempo 100! Willkommen in der aufregenden Welt eines sportlichen Familienstromers, dessen Vorwärtsdrang nicht nachlässt und bis 212 km/h Spitze durchsprintet.

Auch punkto Handling und Strassenlage macht der recht komfortabel abgestimmte 5-Plätzer gute Figur. Heckantrieb und ein tiefer Schwerpunkt (dank im Fahrzeugunterboden versteckter Lithium-Ionen-Batterie mit 85 kWh) machens möglich. Die clevere Akku-Platzierung sorgt für einen weiteren positiven Nebeneffekt: Viel Stauraum. 150 Liter unter der «Motorhaube» und 745 bis 1645 Liter im Heck – da staunt man. Genauso wie über den riesigen, 17-Zoll grossen Touchscreen in der Mittelkonsole. Dort werden neben diversen Fahrzeugfunktionen auch das Navi per Google Maps, Internetradio oder die Bilder der Rückfahrkamera dargestellt.

Auch die Reichweite mit einer Akkuladung geht in Ordnung. Je nach bestelltem Batteriepaket (40, 60 oder 85 kWh) verspricht Tesla 255, 370 oder 480 Kilometer. In Europa werden die Preise zwar erst Ende November fixiert, sie dürften aber je nach Batteriepaket zwischen 60 000 bis 90 000 Franken zu liegen kommen.

autoscout24.ch

Beliebteste Kommentare

  • Eric  Lang , Banglamung
    Der normale Model S hat 362PS 270KW und der Performance der wohl hier getestet wurde, hat dann die 416PS 310kW.
    Wichtig wäre auch gewesen, dass Tesla 8 Jahre bzw. 160000km Garantie auf die Batterien gibt.
    Blamabel ist, dass die Europäer anscheinend nicht in der Lage sind oder sein wollen, so einen Wagen bezahlbar zu bauen!
  • Heinz  Huwyler
    "zwischen 60 000 bis 90 000 Franken"
    Und genau liegt eben der Hund begraben. Gäbe es so ein E-Auto für die hälfte würde wohl fast niemand mehr Benziner fahren. Also, Produktion steigern und runter mit dem Preis, dann wird das vielleicht in 10 Jahren mal was für Jedermann...

Alle Kommentare (15)

  •   Adrian von Weissenfluh , Berghaus Tälli
    Hammer! Da muss man sich wohl definitiv von Verbrenner lösen. Ich fahre bereits mit Elektrizität und freue mich über dieses Fahrzeug sehr. Testen ist angesagt...
    • 31.10.2012
    • 21
    • 4
  • Pietro  Secreto , Kölliken
    Dieses Auto wird bei uns eher 120000. bis 200000. CHF kosten und somit ein Traum für die meisten Autofahrer bleiben.
  • Walter  Meier , uhwiesen
    Tesla baut eine viel grössere Batterie ein, als die andern. 85 kWh statt nur 10 - 25 kWh.
    • 30.10.2012
    • 12
    • 2
  • Michael  Steiner , Winterthur
    480km Reichweite? Wie machen die das??? Kein anderer Hersteller kommt nur annähernd dahin. Ein Trick im Messzyklus? Wenn nein: wieso zum Teufel macht niemand sonst sowas? Ich habe überhaupt das Gefühl, dass trotz gegenteiliger Weismachungen der Autoindustrie diese immernoch im Tiefschlaf weilt. Die Technologien für sparsames umweltgerechtes Fahren wären da. Man müsste sie nur kombinieren wollen!!!
  • Christian  Matthys , via Facebook
    Reizvoll, das volle Drehmoment des Elektromotores schon praktisch ab Stand zur Verfügung zu haben. Möchte allerdings wissen, mit welchem Strom die Teile betrieben werden sollen, wenn sie in Massen verkauft würden. Die AKWs sind ja bis dann abgeschaltet und die Übergangs-Gaskraftwerke des Bundesrates weder billig noch wirklich CO2 neutral. Der unterschwellige Umweltgedanke eines solchen Wagens verpufft leider ziemlich schnell.
    • Michael  Beeler
      Beim Stromsparen aber vor allem auch bei der Stromgewinnung haben wir noch ein riesiges Potenzial, ganz im Unterschied zum Erdöl - dort stehen wir zumindest längerfristig langsam an...
      • 30.10.2012
      • als Kommentar auf Christian  Matthys
      • 31
      • 14
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