Erste Fahrt im neuen Tivoli SsangYongs Hoffnungsträger

Nachdem SsangYong vor wenigen Jahren noch am Abgrund stand, meldet sich der koreanische Autobauer jetzt mit dem City-SUV Tivoli zurück. Er soll der Marke den Erfolg zurückbringen. BLICK konnte den Hoffnungsträger bereits fahren.

SsangYong Tivoli
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Der einst als Offroad- und 4x4-Spezialist bekannte, älteste Autobauer Südkoreas stand 2009 vor einem Scherbenhaufen. Die Modelle brachten nicht den erhofften Erfolg, SsangYong war pleite. 2011 übernahm der indische Mahindra-Konzern – es wurde der Kompakt-SUV Korando lanciert und erste Erfolge zeichneten sich ab. Richtig durchstarten will SsangYong nun mit dem neuen City-SUV Tivoli. «Wir wollen stetig wachsen und in den nächsten Jahren wieder zu einem global wichtigen Hersteller werden», sagt der seit Anfang Jahr amtierende CEO, Choi Jong Sik. «Wir müssen die Marke als jung, stylisch und dynamisch wieder ganz neu positionieren.»

Die Qualität stimmt
Wie wichtig der Tivoli für die Koreaner ist, dokumentiert auch, dass die gesamte Führungsriege zur Europapräsentation nach Rom gereist ist. Der Ort wurde bewusst gewählt. Tivoli war einst ein Freizeitpark der alten Römer. Und Spass soll auch der neue City-SUV bringen. Optisch macht er mit seinem knackigen Design schon mal etwas her. Und auch der Innenraum mit der «höchsten Qualität seiner Klasse», wie Choi Jong Sik selbstbewusst sagt, kann sich sehen lassen. Die Sitze haben schon Preise für ihre Ergonomie gewonnen und die Verarbeitung stimmt. Die Klavierlack- und metallimitierten Oberflächen fassen sich gut an, der hochauflösende 7-Zoll-Touchscreen lässt sich trendbewusst mit dem Smartphone koppeln. Dazu gibts ein grosszügiges Platzangebot, speziell im Fond.

Motor kann nicht überzeugen
Wir starten mit dem ab Juni erhältlichen 1,6-Liter-Benziner mit 128 PS, Automatik und Frontantrieb. In der Stadt stimmt die Kombination. Der 6-Gang-Automat schaltet sanft, mit gezügeltem Gasfuss gleiten wir gemütlich dahin. Beim Beschleunigen auf der Autobahn macht sich dann allerdings das fehlende Drehmoment (nur 160 Nm) bemerkbar. Besonders an Steigungen müht sich der Benziner ab und es wird laut im Innenraum. Besser macht das der ebenfalls erhältliche 6-Gang-Handschalter. Leider stand der ab Herbst verfügbare Diesel mit 115 PS und 300 Nm nicht für unsere Probefahrt bereit. Er dürfte auch wegen des deutlich niedrigeren Verbrauchs die bessere Wahl sein. Ebenfalls ab Herbst gibts sowohl Benziner als auch Diesel mit 4x4.

Fazit: Aussen wie innen hinterlässt der Tivoli einen guten Eindruck, Platz und Infotainmentsystem stimmen. Nur die Motor-/Getriebekombination konnte nicht ganz überzeugen. Ab 16'900 Franken ist der peppige Tivoli aber ein richtig guter Deal.

Publiziert am 02.06.2015 | Aktualisiert am 02.06.2015
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1 Kommentare
  • Pollner  Josef 02.06.2015
    Nicht teuer, aber man sollte mit Rückspiegel einparken können. Wenn man das Fahrzeug objektiv anschaut, dann könnte es auch eine Entwicklung aus dem Jahr 2000 sein.