Endlich ist Sommer! Passend dazu bringt Lancia das ziemlich amerikanische Flavia Cabrio auf den europäischen Markt.
Für Verkaufserfolge in Europa überarbeitete Fiat-Tochter Chrysler Lenkung, Bremsen und Federung des Chrysler 200C. Mit diesen Anpassungen und der legendären Bezeichnung Lancia Flavia tritt der offene Vierplätzer bei uns gegen Audi A5 Cabrio & Co. an.
Äusserlich wurde dem Ami lediglich neuer Kühlergrill mit Lancia-Logo verpasst. Im Innenraum dominiert feines Leder – leider aber auch viel Plastik. Dafür ist die Serienausstattung umfassend: Ledersitze, Multimediasystem, Satelliten-Navigationsgerät, automatische Klimaanlage, beheizbare und elektrisch verstellbare Aussenspiegel und Sitze und Keyless Entry, ABS, ESP, aktive Kopfstützen und vier mehrstufige Airbags.
Als einzige Motorisierung gibts den bekannten 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner. Zwar 170 PS und 220 Nm stark, zeigt sich das US-Triebwerk zusammen mit der 6-Gang-Automatik im 1,8 Tonnen-Cabrio beim Beschleunigen ziemlich angestrengt – und heulend laut. Auch der vom Werk angegebene Durchschnittsverbrauch von 9,4 Litern wirkt nicht besonders zeitgemäss – zumal er in der Praxis eher noch etwas höher liegen dürfe. Bis zur nächsten Überarbeitung des 200C ist der Flavia also kein sportliches Cabrio, sondern lädt zum entschleunigten Dahingleiten ein.
Und zwar ab sofort. «20 Vorbestellungen gab es nach der Präsentation des Flavia am Genfer Salon bereits», berichtet Lancia-Schweiz-Chef Guy Nelson. Er rechnet mit total 60 verkauften Einheiten für 2012. Und am Ende könnte der hochattraktive Preis das schlagende Argument für das stattliche Cabrio sein: 45 900 Franken (aktuell minus 6000 Franken Eurobonus).
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