Als ob die BMW 6er-Reihe nicht schon sportlich genug wäre, beflügelt die Sporttochter M GmbH das Luxuscabrio mit noch mehr Leistung.
Das Antriebspaket des BMW M6 Cabrio ist mit dem des M5 identisch. Der 4,4-Liter-8-Zylinder-Biturbo leistet 560 PS und ein maximales Drehmoment von 680 Nm, das schon ab 1500/min anliegt und bis 5750/min keinen Deut nachlässt. Die Fahrleistungen lassen Motorsportfans mit der Zunge schnalzen: 0 bis 100 km/h schafft der Kraftprotz in 4,3 Sekunden. Dass bei 250 km/h dem Tatendrang des M6 Cabrio elektronisch ein Ende gesetzt wird, ist mehr als peinlich – obschon er mit dem aufpreispflichtigen «Drivers Package» bis Tempo 305 von der Leine gelassen wird. Würden alle Zügel gelockert, wären mehr als 320 km/h drin. Dass der Normverbrauch durch die zahlreichen Effizienzmassnahmen trotzdem gerade mal 10,3 Liter betragen soll, komplettiert ein nahezu perfektes Antriebsbild. „Der bisherige M6-Mix teilte sich 60:40 zugunsten des Coupés auf“, sagt Projektleitet Siegfried Friedmann, «n Japan und natürlich den USA sind jedoch die Cabrios besonders begehrt. Beim neuen Modell wird das ähnlich sein.»
Im Gegensatz zum M5 wurde beim vierflutigen Auspuffsound des 6ers merklich nachgeschärft. Und das ist gut so, denn hier hält sich der M5 im Vergleich zur potenten Konkurrenz allzu sehr zurück. Gerade noch cruist man gemütlich über die Landstrasse, um im nächsten Moment in grüner Natur den Ausbruch eines Vulkans zu erleben. Dazu muss man das um den Schalthebel des Doppelkupplungs-Getriebes arrangierte Schalterornat gar nicht bemühen. Ein Tritt aufs Gas und der bullige Bayer donnert auf Befehl alles in Grund und Boden. Bauern, ahnungslos mit ihren Traktoren aus dem Feldwegweg tuckernd, wissen nicht wie ihnen geschieht, wenn die blaue Bestie vorbeifliegt und beim kurzen Überholvorgang gleich noch zwei weitere Autos vernascht. Schnelle Erfolgserlebnisse, welche ab dem 6. Juli die 175 200 Franken Grundpreis Kilometer um Kilometer erträglicher machen.
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