Der kompakte Mokka soll Opel aus der Krise helfen und das Segment der kompakten SUVs aufmischen. Zumindest letzteres könnte klappen.
Auf unserer ersten Fahrt über einige Passstrassen im malerischen Uri entpuppt sich der neue Opel Mokka als erstaunlich aufgeweckter Gesell: Der Name scheint Programm. Jedenfalls mit dem 1,4-Liter-Turbobenziner unter der Haube und dem bei Bedarf automatisch zuschaltenden 4x4, der den Mokka übrigens nur 65 Kilo schwerer macht (1350 kg). Zwar ist fleissiges Schalten auf dem Weg in die Berge unerlässlich, man ist aber mit 6,4 l/100 km Gesamtverbrauch sparsam und mit dank der 140 PS und 200 Nm ausreichend flott unterwegs. Ob dies auch mit dem lediglich 115 PS starken 1,6-Liter-Benziner (6,5 l/100 km) der Fall ist, bleibt abzuwarten. Der 1,7-Liter-Diesel mit 130 PS und 300 Nm Drehmoment (4,9 l/100 km) dürfte jedoch sicher noch etwas souveräner agieren.
Das Fahrwerk des 4,28 m kurzen Mini-SUVs ist komfortabel abgestimmt, man sitzt erhöht und bequem. Für uns dürfte die elektrische Servolenkung ruhig ein wenig direkter arbeiten. Und das manuelle 6-Gang-Getriebe könnte knackiger sein.
Nicht täuschen lassen darf man sich von der fast schon gedrungen wirkenden Erscheinung des Chevrolet Trax-Bruders. Immerhin verfügt er über 356-1372 Liter Ladevolumen und ausreichend Platz für 4 Erwachsene. Der Fahrer darf sich zudem über ein hübsches Cockpit und dank schlanker A-Säulen über einen guten Überblick nach vorn und zur Seite freuen. Aufgrund der breiten C-Säulen empfiehlt sich allerdings die Investition in die Rückfahrkamera.
Der Opel Mokka steht ab Ende Oktober zu Preisen ab CHF 22'900.- (inkl. 1500 CHF EuroFlex-Prämie) bei den Händlern und könnte die Klasse der kompakten SUVs recht unsanft wachrütteln.
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