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Sportlerin 107 PS verleihen der neuen Honda dynamische Fahrleistungen. (ZVG)
CBF? Tönt eigentlich ganz unaufgeregt, vor allem mit Blick auf die deutlich dynamischer anmutenden Buchstabenkürzel von Supersport-Bikes mit ihren vielen X, Z und R. Genauso unaufgeregt wie die Bezeichnung liest sich auch das Konzept der gründlich überarbeiteten Honda-Mittelklasse-Maschine: solid, vielseitig, preiswert.
Klingt nach Nutzwert, also eher unsexy. Ist es aber nicht. Denn der Motor der neuen CBF1000F stammt immerhin von der seligen SC-57-Fireblade. Und die war bis vor zwei Jahren Hondas absolute Supersportlerin. Für den Einsatz in der neuen CBF haben die Japaner den 998-ccm-Reihenvierzylinder überarbeitet. Verdichtung und Leistung (107 PS) wurden im Vergleich zur fünf Kilo schwereren Vorgängerin erhöht. Gleichzeitig sanken Verbrauch (minus sieben Prozent) und Emissionen.
Das Resultat überzeugt nicht nur auf Papier, sondern auch in der Praxis. Dank Flexibilität (Kraft ab 2000 Touren) und einem Schub, der bis zum Begrenzer nicht nachlässt, ist man mit der CBF immer flott unterwegs: In den Händen eines Durchschnittsfahrers zählt sie klar zu den schnelleren Maschinen auf unseren Strassen.
Lob verdient Honda auch für das fast schon elegante Design. Nur ein Beispiel: Die Tacho-Einheit erscheint als perfekter Mix von verspieltem Chic und seriös-übersichtlicher Darstellung der notwendigen Informationen. Auch die reisefreundliche Alltagsausstattung gefällt: Die Bremse mit Combined ABS wirkt zwar etwas defensiv, ist dafür anfängertauglich und reagiert auch im Grenzbereich sensibel.
Die Sitzhöhe lässt sich dreistufig verstellen, die Windschutzscheibe ohne Werkzeug bis um zwölf Zentimeter ausziehen. Der 20-Liter-Tank erfreut mit beachtlichem Einsatzradius. Zudem bietet Honda neben dem komplett ausgestatteten Cockpit mit Tank-, Verbrauchs- und Restreichweitenanzeige als Originalzubehör Heizgriffe und zwei verschiedene Topcase (35 und 45 Liter) sowie einen 29 Liter fassenden Seitenkoffersatz.
Wer nicht allein unterwegs ist, freut sich über ein Federbein mit verstellbarer Vorspannung und Zugstufendämpfung. Den Umgang mit dem nicht ganz leichten Töff erleichtern ein zwar unschöner, dafür aber äusserst nützlicher Zentralständer und der erstaunlich grosse Lenkeinschlag.
Fazit: Die CBF1000F ist kein liebloses Mittelklasseprodukt, sie ist eine sensibel und zurückhaltend konzipierte Maschine für Erwachsene, die Wert auf innere Werte legen. Wer sich bei der Konkurrenz umsieht, stellt fest, dass 15790 Franken für die neue Honda ein fairer Preis sind.
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Platzhirsch Die CBF 1000 F mit Topcase und Seitenkoffersatz. (ZVG)