Die neue GSX-R 1000 Suzuki geht volles Rohr

Sinnvoll überarbeitet, aber ohne auf Bewährtes zu verzichten, startet die GSX-R 1000 ins 2012. Und endlich hängt wieder ein scharfer Einrohrdämpfer rechts am Heck.

  • Publiziert: 07.05.2012
  • Von Markus Schmid

Genau so muss sie daherkommen, die grosse «Gixxer» von Suzuki: Mit dickem Rohr hinten rechts, aus edel satiniert schimmerndem und leichtem Titanblech. Der Querschnitt, ein kompliziertes Polygon, damit die Schräglagenfreiheit nicht leidet. Und mit einer 4-in-2-in-1-Krümmeranlage aus rostfreiem Edelstahl. Ein zweiter Blickfang bei der neuen GSX-R 1000 ist die Doppelscheiben-Bremsanlage im Vorderrad mit den Monobloc-Vierkolbenzangen auf den 310-mm-Scheiben. Sie stammt jetzt vom italienischen Spezialisten Brembo.

Ansonsten ist die GSX-R äusserlich bis auf die modifizierte Farbgebung praktisch identisch geblieben. Gearbeitet wurde vor allem am Motor und bei der Gewichtsverteilung. Das Ziel: Mehr Masse zum Maschinenzentrum hin verschieben, um bei flotter Gangart das Heck bei Bremsmanövern und in Wechselkurven ruhiger zu halten. Da hilft nur schon der Einrohrdämpfer massiv. Die neue Auspuffanlage sorgt auch motorisch für Vorteile. Das maximale Drehmoment von 117 Nm fällt jetzt bereits bei 10 000/min und damit 500/min tiefer an. Dank weiteren Optimierungen resultiert neben mehr Leistung bei um 8 Prozent geringerem Verbrauch auch eine direktere Gasannahme.

Natürlich verfügt die GSX-R 1000 weiterhin über die drei per Wippschalter an der rechten Lenkerhälfte anwählbaren Motor-Ansprechkurven A, B und C (für Rennstrecken- bis Regenabstimmung) Im Modus B surft man selbst im Bereich von 3000 bis 5000/min souverän von Kurve zu Kurve. Auch Überholmanöver aus dem Drehzahlkeller gelingen zügig. Es besteht also kein Bedarf, dauernd runterzuschalten. Im Modus A reagiert der Tausenderblock fühlbar spitzer, auf die kleinsten Befehle der Gashand. Schade bloss, dass man weiterhin auf elektronische Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle verzichtet.

Dennoch sind Kurvenstabilität und Zielgenauigkeit der Suzuki tadellos. Und die Big-Piston-Fork und das Federbein im Heck bieten Einstellmöglichkeiten über einen grossen Bereich für Dämpfung und Federvorspannung. Zudem wurde das Ansprechverhalten der USD-Telegabel fühlbar verfeinert. Zu kaufen ist das Superbike ab 18 800 Franken.

autoscout24.ch

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