Mehr Komfort, mehr Sicherheit, weniger Kosten: KTM hat sein Mittelklasse-Fun-Bike 690 Duke überarbeitet.
KTM will mit der ab März mit serienmässigem ABS erhältlichen Duke der vierten Generation einen grösseren Kundenkreis ansprechen. Getreu der neuen Firmenpolitik: «Viel Motorrad und Fun für angemessenes Geld, weg vom Hardcore». Die 9990 Franken (inklusive Nebenkosten) für die neue 690er-Duke – ganze 3660 Franken weniger als bei der Vorgängerin – sprechen in preislicher Hinsicht Klartext.
Auch der Anblick der 2012er-Duke spricht Bände: Neben der weniger kantigen Linienführung wäre dann das 30 mm weiter unten, auf 835 mm Höhe angebrachte Sitzpolster zu nennen. Die «Tieferlegung» ist das Resultat einer Kürzung der Federwege um 15 auf jeweils 135 mm. Der Sozius hat neu einen separaten Sitzplatz. Weiter baut sich der auf 15,8 l angewachsene Tank vor dem Fahrer stärker auf, so dass dieser nicht auf, sondern im Bike sitzt.
Die Duke IV hat definitiv ihre Supermoto-Gene abgelegt und kommt in der Auslegung neu als reinrassiges Naked-Bike daher. Konsequenterweise mussten die groben Offroad-Fussrasten gummierten Pendants für die Strasse weichen. Damit sich auch der feurige, ausgesprochen direkt ansprechende LC4-1-Zylinder 4-Ventiler der umgänglicheren Bike-Auslegung fügt, wurde ihm – zum ersten Mal bei einem Seriensingle – ein Drive-by-Wire mit redundanter Auslegung zur Steuerung der Drosselklappe verpasst.
Dem Fahrer stehen drei Mappings (Racing, Standard und Comfort) zur Auswahl. Der 70-PS-Motor (70 Nm bei 5500/min.) läuft ruhiger und der Verbrauch sinkt um bis zu 10 Prozent. Aber auch dieser 1-Zylinder braucht für ein ruckfreies Anfahren 2800/min und auf der Autobahn vermag er sein Single-Wesen nicht zu kaschieren. Überraschung auf der Landstrasse im Comfort-Modus: Hier wechselt der LC4 fast so sanft vom Schiebe- in den Lastbetrieb wie ein Reihen-4-Zylinder. Und im Race-Modus kommen dann Biker, die den ultradirekten Leistungseinsatz schätzen auf ihre Kosten.
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