KTM 1050 Adventure Reif für die Champions-League?

Von der neuen KTM 1050 Adventure sprechen die Österreicher vollmundig vom Einsteigerbike in die Champions-League.

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Motorrad

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Was früher noch als High-End gegolten hätte, ist bei KTM jetzt ein Medium-Produkt. Wir reden von der neuen 1050 Adventure, dem jüngsten und kleinsten Mitglied im Reich der hochbeinigen, orangenen Reiseriesen. Wir erinnern uns: 2003 erschien die 950er, drei Jahre später folgte eine 990er und 2013 schliesslich die 1190er. Und nach dem kürzlich präsentieren 1290er-Technologie-Schlachtschiff Super Adventure folgt nun die neue 1050er. So gibts erstmals in der KTM-Historie vier Adventure-Versionen mit drei unterschiedlichen Hubräumen zur Wahl. Mit 14'590 Franken liegt die KTM 1050 Adventure satte 6000 Franken unter dem Preis der Super Adventure. Wie kann die neue 1050 bei diesem Preis dem vollmundigen Marketing-Versprechen «Einsteigermotorrad in die Champions-League der Travel-Enduros» gerecht werden? Schauen wir genauer hin.

Es gibt drei verschiedene Fahrmodi, Traktionskontrolle und das abschaltbare ABS. Die 1050er erscheint auch optisch nicht als Billigausgabe ihrer grossen Schwestern, denn die «Kleine» setzt sich vor dem Caféhaus mit ihren Premiumkomponenten von Brembo und WP gekonnt in Szene. Und doch müssen irgendwo Abstriche gemacht werden. So fehlen der Hauptständer und die Bordsteckdose. Die Speichenräder mussten schmaleren Leichtmetall-Gussrädern weichen, die Federelemente sind geringer dimensioniert und nicht so vielfältig einstellbar. Die Bremshilfe ist simpler, da nicht wie bei der 1190er das neuste schräglagenabhängig regelnde Kurven-ABS zum Einsatz kommt.

Der Motor der 1050er überrascht! Bis zum Drehmomentzenit von 107 Nm bei 5750/min setzt er genauso viel Schub frei wie im nominell um ein Drittel stärkere Schwestermodell! Der Fahrspass leidet unter dem Hubraum- und Leistungsminus also überhaupt nicht. Das liegt auch am gegenüber der 1190 etwas breiteren Lenker und den schmaleren Reifen (110/70 ZR 19 und 150/70 ZR 17), die das Handling deutlich leichtfüssiger werden lassen. Fazit: In Sachen Ausstattung ist die neue 1050er zwar nicht ganz Champions-League, bei der leichten Fahrbarkeit und dem Understatement aber schon.

Publiziert am 20.04.2015 | Aktualisiert am 20.04.2015
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  • Salomon  Rittergold aus Lausanne
    21.04.2015
    Die Fahrerin fährt mit dem schönen Bike im 5. und 7. Foto inmitten der engen Passstrasse. Eine Kollision ist vorprogrammiert.