Es geschehen noch Wunder: Moto Guzzi stellt in Miami endlich einen Prototypen der lange überfälligen, neuen California vor.
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Mit der klassisch-barocken Linienführung der alten Cali hat der Moto Guzzi Prototyp nicht nichts mehr am Hut.
Moto Guzzi sorgte im Rahmen der „Convention“ der Piaggio Group Americas für eine Überraschung: Die California wird zu neuem Leben erweckt. Und der erste, in Miami gezeigte Prototyp sieht viel versprechend aus. Das Serienmodell soll sich optisch nur schwach davon unterscheiden. Die klassisch-barocke Linienführung des inzwischen über 40-jährigen Custom-Tourers – aktuell ist die 2006 lancierte California Vintage bzw. das Jubiläumsmodell «90» mit dem 1064-ccm-Zweiventiler auf dem Markt – gehört damit der Vergangenheit an.
Die neue California ist ganz klar bei Power-Cruisern wie Yamaha Vmax oder Harley-Davidson V-Rod Muscle anzusiedeln. Dafür spricht neben der bulligen Optik, die entfernt an die Bellagio erinnert, auch der wuchtige V2-Motor mit Vierventilköpfen, Wasserkühlung und wohl 1400 ccm Hubraum. Was die Technik betrifft, hat Moto Guzzi Besitzer Piaggio noch keine Details kommuniziert. Dass der Prototyp an den Rädern Pulsierringe für ein ABS und vielleicht gar eine Traktionskontrolle trägt, stimmt jedoch freudig. Was der California-Prototyp ebenfalls verrät: Radial montierte Vierkolbenzangen, Trittbretter, mächtige Stereo-Federbeine, LED-Beleuchtung – und kein Sozius.
Es wird sich zeigen, ob die Guzzi-Puristen diesem komplett neuen Design etwas abgewinnen können. Immerhin ist die California das Motto Guzzi Modell schlechthin. Die Serienversion der neue, scharfen California wird noch im Herbst 2012 präsentiert und die Markteinführung dürfte dann 2013 erfolgen.