KTM 125 Duke Der kleine Gernegross für Einsteiger

  • Publiziert: 08.07.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Simon Haltiner

Die KTM 125 Duke buhlt um die Gunst der Jugendlichen und Einsteiger. Ob der kleine Gernegross hält, was er verspricht?

Stattlich wirkt sie, die kleine Duke (deutsch: Herzog). Nix da mit dünnen Würstchenreifen und Kettensägenmotoren vormaliger 125er, deren Nummernschild das Breiteste am Töff war. Der für die kleine Duke entwickelte 125-ccm-Viertakter wirkt bereits optisch stämmig und meldet sich dumpf aus dem Dämpfer hinterm Motor. Durch die 43 mm dicke Gabel und den vergleichsweise breiten 150er Hinterpneu kann man die kleine KTM kaum von grossen Supermotos unterscheiden. Und auch die Sitzhöhe ist mit 810 mm nichts für Kinder. Eine erwachsene 125er war aber auch das erklärte Ziel von KTM.

Trotz des geringen Gewichts von 125 Kilo fühlt sie das Einsteiger-Bike stabil an. Die Kupplung lässt sich fein dosieren, der Einzylinder liefert 15 PS mit nutzbarem Anfahrdrehmoment und lässt sich ruckfrei untertouren – wichtige Aspekte für Einsteiger. Röhrend dreht er ohne Einbruch bis zum Begrenzer bei 11000/min. Es erstaunt immer wieder, wie wenig Kraft ein Töff braucht, um damit schnell zu sein. Wer eifrig schaltet, kommt flott voran. Ein Hit ist das Instrument mit vielen Infos und Schaltblitz. Auch hier haben die Designer glücklicherweise auf die Fisher-Price-Optik verzichtet, die bei 125ern früher gelegentlich anzutreffen war. Zu haben ist der kleine Herzog ab 5150 Franken.

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