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Exoten gibts nicht nur unter Sportwagen. Im Rollertest des Touring Club Schweiz (TCS) finden sich gleich zwei: Der Piaggio mp3 hat zwei Vorderräder und der Vectrix VX-1 rollt mit Strom statt Sprit. Letzteres klingt gut und wird tatsächlich populärer, hat aber einen Haken.
Zwar garantiert die Batterie eine schadstofffreie Fahrt und lässt sich für ein paar Rappen aufladen – sie belastet aber die Wertungskategorie Reichweite (nur 40 bis 60 Kilometer) und treibt den Preis hoch. Sonst liegt der Vectrix auf Konkurrenzniveau – und das ist hoch. Alle 14 Roller erringen im Test mindestens ein «empfehlenswert», weil sie über 60 Prozent der maximalen Wertungspunkte schaffen; fünf gar «sehr empfehlenswert» (ab 75 Prozent).
Roller boomen. Letztes Jahr wurden mehr Roller verkauft als «echte» Töffs. Wer punkten will, darf folglich keine Schwächen zeigen oder muss Besonderes bieten. Zum Beispiel ABS, die Antisturzgarantie beim Bremsen. Bei den Rollern über 125 ccm Hubraum ist sie schon populär (in der Testklasse fehlt ABS nur im Piaggio) – bis 125 ccm setzt sich das System aber erst langsam durch.
Auch dank ABS erringen die Honda S-Wing und die Peugeot Satelis die Top-Positionen der kleinen Klasse. Ihre reiche Ausstattung und der ausgewogene Mix aus Stadt- wie Überlandtalent hat beiden – wie dem drittplazierten Yamaha X-Max – die Note «sehr empfehlenswert » beschert. Bewertet wurden zudem auch Faktoren wie Fahrleistung, Handling und Komfort. Modelle, die auf reinen Citybetrieb zielen, kommen da zwar nicht mit – schneiden aber in der Bewertungskategorie «Rangieren» top ab und kosten weniger.
Ähnlich das Bild über 125 ccm. Auch Yamaha TMAX und Suzuki Burgman verdanken «sehr empfehlenswert » Fahrleistung und Komfort, sind dafür aber ebenfalls deutlich teurer als die «empfehlenswerten» Konkurrenten.