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BMW wirft alte Klischees und deutsche Vernunftstugenden über Bord. Mit der S 1000 RR trifft das erste Superbike aus München die Knieschleifer-Fraktion mitten ins Herz.
Projektleiter Markus Poschner: «Die Kunden erwarten in diesem leistungsorientierten Segment, dass wir Top-Arbeit abliefern. Deshalb liegt die Leistung eher höher als auf dem Papier. 193 PS sollten das Mindeste sein, was der Kunde von uns bekommt.» Poschner hat nicht zu viel versprochen.
Das BMW-Superbike geht tierisch ab. Dank modernster Elektronik, vier verschiedenen Fahrmodi (von «rain» bis «slick»), sowie serienmässig dynamischer Traktionskontrolle und Race-ABS bringt die nur 182 Kilo schwere Maschine ihre Power auch stets wirkungsvoll auf die Strasse – verzögert aber auch jederzeit sicher und beherrschbar.
Beim Handling, der Ergonomie und der Leistungsentfaltung spürt man, dass sich BMW bei der Entwicklung seines ersten Superbikes an der Suzuki GSX-R 1000 K5 orientiert hat. Nur ist die ab 24400 Franken erhältliche BMW stärker, präziser und moderner.
Fazit: Gut Ding will Weile haben. Das lange Warten auf BMWs Superbike hat sich gelohnt. Es macht eine Punktlandung an die Spitze des Segments.