VW Touareg Hybrid König der zwei Herzen

  • Publiziert: 13.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Timothy Pfannkuchen

Der Primus der VW-Palette heisst ab Mai Touareg. Die neue SUV-Generation ist hübscher, luxuriöser – und als erster VW-Hybrid auch ein König mit zwei Herzen.

Die zweite Generation des VW Touareg löst die glücklose Prestigelimousine Phaeton in der Rolle als Markenflaggschiff ab. Der neue VW-SUV wurde schicker, zudem wenige Zentimeter länger und breiter, aber niedriger und 200 Kilo leichter. Er bietet viel Hightech – zum Beispiel Abstandsradar, Spurhaltesystem und Totwinkelwarner. Oder auch adaptives Fernlicht Rundumblick aus der Vogelperspektive – und erstmals in der VW-Geschichte Hybridantrieb.

Streichelt man im Touareg Hybrid das Gaspedal sanft, flüstert er bis Tempo 50 rein elektrisch durch die City. Spannen Benziner (V6 3.0 TSI, 333 PS) und Elektromotor (37 PS) zusammen, geht es mit 380 PS Gesamtleistung in 6,5 s auf Tempo 100 – bei 8,2 l/100 km Verbrauch (Werksangabe). Beeindruckend, auch wenn der Durst im Alltag erfahrungsgemäss höher sein dürfte und 109400 Franken auch in Anbetracht der üppigen Ausstattung viel sind.

Egal. Bei uns in Europa macht ein Diesel ohnehin mehr Sinn. Vor allem der 3.0 V6. Der leise 240-PS-TDI mit Stopp-Startund 8-Stufen-Automatik tritt mächtig an, soll aber gemäss VW im Schnitt nur 7,4 l/100 km verbrauchen. Kostenpunkt: 75000 Franken.

Dem 29500 Franken teureren V8-TDI mit 340 PS bleibt da nur noch die Rolle als Prestigeobjekt. Denn auch bei den günstigeren Modellen ist das top verarbeitete, noble und schicke Cockpit inklusive. Im Fond mit verschiebbarer Bank gibt es üppig Platz, und der Laderaum fasst 520 bis 1642 Liter. Passend dazu die Fahrwerksabstimmung – straff, aber komfortabel.

Die Sinnfrage sei bei solchen SUV weiterhin erlaubt – aber der Diesel- oder Hybrid-Touareg ist kein extremer Umweltsünder mehr. Auch, weil VW für bessere Verbrauchswerte auf «Geländetalent light» setzt. Allradantrieb «4Motion» ist Serie, Untersetzung und mechanische Sperren kosten künftig extra.

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