Toyota Prius Plug-in Hybrid Hybrid für die Steckdose

Toyota startet weltweit einen Praxistest mit einem Hybridmodell, das sich elektrisch laden lässt. BLICK ist den visionären Prius Plug-in- Hybrid bereits gefahren.

  • Publiziert: 15.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Urs Bärtschi

Schon bald will Toyota eine Million Hybridfahrzeuge pro Jahr bauen. Deshalb wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut – etwa mit dem Auris Hybrid. Ein wichtiger Eckpfeiler für den künftigen Erfolg könnte auch der neue Prius Plug-in-Hybrid werden.

Er baut im Wesentlichen auf dem aktuellen Prius III Vollhybrid auf, lässt sich also sowohl mit Elektro- als auch mit Benzinmotor fahren. Anstelle der bekannten Nickel-Metallhydrid-Batterien kommen neu aber Lithium- Ionen-Batterien zum Einsatz. Der Vorteil: Sie sind leistungsfähiger und lassen sich an jeder normalen Steckdose aufladen. So kann der Plug-in-Hybrid bis zu 20 Kilometer weit rein elektrisch fahren, der Vollhybrid bringts nur auf maximal zwei.

Unser erster Fahreindruck: Unspektakulär – und trotzdem eindrücklich. Der Plug-in bietet die gleichen Platzverhältnisse und fährt sich auch wie der Vollhybrid – nur dass er selbst bei mittelstarker Beschleunigung im fast geräuschlosen Elektromodus bleibt. So sind elektrisch maximal 100 km/h möglich (E-Motor: 60 kW/80 PS). Wie weit dann aber die Batterien reichen, konnten wir nicht ausprobieren.

Ist mehr Leistung gefragt, schaltet sich automatisch der Benzinmotor (1,8 Liter/98 PS) zu. Die Batterien werden während der Fahrt geladen. Einmal volltanken an der Steckdose dauert 90 Minuten. Der Plug-in soll im Schnitt nur 59 g/km CO2 ausstossen. Toyota rechnet damit, dass der Verbrauch im städtischen Betrieb bis 60 Prozent sinkt.

Von den weltweit über 600 Testfahrzeugen kommen 2010 nach Europa (Deutschland, Portugal, Frankreich, Grossbritannien, Holland). Ob auch in die Schweiz, steht noch nicht fest. Zu wünschen wäre es. Auch wenn die Reichweite von 20 Kilometer rein elektrischer Fahrt nach wenig klingt, reicht dies für jede Schweizer Innenstadt und für viele Pendler.

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