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Dass Ford keine lange Leitung zum E-Mobil hat, dafür sorgt eine Frau: Nancy Gioia. Sie ist seit 1982 bei Ford und Chefin des «globalen Elektrifizierungsprogramms». Die Elektronikspezialistin verkündet: «Noch in diesem Jahr bringen wir im Rahmen eines Grossversuchs zwei Elektro- Modelle nach Europa. 10 Transit nach Köln und 15 Focus mit 136 PS und gut 120 Kilomtern Reichweite nach London.»
Auch bei Fords Elektroautos sind die Batteriekosten das Hauptproblem. Gioia: «Die müssen wir bis 2012 um 30 Prozent senken.» Immerhin konnte sie einen Spar-Coup landen: «Zur Batteriesteuerung nutzen wir eine bestehende Motormanagement- Komponente – die existiert bereits millionenfach.» Aber auch die Ford-Ingenieurin sieht das elektrische Auto nicht als ideale Zukunftslösung – «höchstens praktisch für städtisches Gewerbe, Post oder den Milchmann.»
Bei Hybridautos sieht sie dagegen mehr Potential. Deshalb bringt Ford bis 2013 zwei Hybridmodelle und einen Plug-In-Hybriden. Und die Brennstoffzelle? Auch da hat Gioia eine klare Meinung: «Der Aufbau der Infrastruktur ist viel zu teuer. Bis 2020 rechnen wir, dass von den rund 10 bis 25 Prozent Elektroautos fast drei Viertel mit Benzin-Hybridantrieb fahren.»