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Takanobu Ito entwickelte in den 80er-Jahren den legendären Honda-Sportwagen NSX. «Ich war zwei Monate lang jeden Tag auf der Teststrecke unterwegs – herrlich.» Heute ist Ito CEO von Honda und preist den neuen Honda CR-Z Hybrid am Genfer Salon an. Der kombinierte Benzin-Elektroantrieb des Dreitürers leistet 124 PS und verbraucht nur 5,0 l/100 km.
«Der Hybridantrieb ist heute ideal», findet Ito: Ein Elektromotor könne die Defizite eines Benziners im unteren Drehzahlbereich ausgleichen und damit Verbrauch und Emissionswerte in jedem Betriebszustand optimal halten. Dennoch sind Hybride für Ito nur eine Übergangslösung: Für die Zukunft sieht Honda das Elektroauto mit Brennstoffzelle. «Um mittelfristig mit unserer Flotte die US-Emissionsnormen erfüllen zu können, arbeiten wir auch an Plug-in-Elektroautos.» Für Europa hat er einen kleinen Turbodiesel in der Pipeline.
Viel Entwicklungsaufwand für ein Unternehmen mit weniger als zwei Prozent Weltmarktanteil. Lässt sich das finanzieren? «Deshalb der Rückzug aus der Formel 1», begründet Ito. Der Verzicht auf den Motorsport spare nicht nur Hunderte Millionen Franken. «Vor allem setzen wir so Ingenieure und Forschungslabore frei.» Aber kratzt das nicht am Sportimage der Marke? «Der CR-Z ist auch sportlich», erwidert Ito.
Ausserdem sei es ehernes Firmenprinzip, dass ein CEO seine Entscheidungen unabhängig von der Vergangenheit trifft – solange die Prinzipien des Respekts und der drei Freuden dabei gelten. Drei Freuden? «Freude bei der Produktion, beim Kauf und beim Fahren unserer Produkte», erklärt Ito.
Suzuki und VW wollen kooperieren – wäre eine solche Partnerschaft auch etwas für Honda? «Nur wenn der Partner zu unserer Philosophie passen würde», sagt Takanobu Ito. Derzeit sei aber niemand in Sicht, mit dem er die drei Freuden teilen wolle.