Dank 3D-Technologie Dieser Oldtimer kommt aus dem Drucker

INGOLSTADT (D) - Der deutsche Autohersteller Audi lässt einen alten Grand-Prix-Klassiker wieder aufleben. Doch das Fahrzeug aus den 1930er-Jahren wird nicht einfach in den Werkshallen zusammengeschraubt. Es wird ausgedruckt.

Der Rennwagen-Klassiker «Typ C» wurde von Audi im 3D-Drucker hergestellt. play

Der Rennwagen-Klassiker «Typ C» wurde von Audi im 3D-Drucker hergestellt.

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Der Grand-Prix-Sportwagen Typ C galt im Jahr 1936 als das erfolgreichste deutsche Rennauto überaupt. Das legendäre Modell stammt aus einer Zeit, als Audi noch unter dem Namen Auto Union Fahrzeuge herstellte. Fast 80 Jahre später lassen die süddeutschen Autobauer den Typ C wieder aufleben – dank modernster Technologie.

Im Massstab 1:2 wurde der Flitzer nämlich nicht etwa mühsam zusammengeschraubt und verschweisst, sondern kurzerhand einfach ausgedruckt. Dank eines 30-kW-Elektromotors konnten die Ingenieure auch schon eine erste Spritztour durch die Produktionshallen wagen.

Für die Herstellung des Wagens bringt der Laser des 3D-Druckers beim sogenannten «selektiven Sintern» metallisches Pulver zum schmelzen und rückt sie anschliessend in jede gewünschte Form. Genau da liegt gemäss Audi auch der grosse Vorteil der neuen Methode. Das Verfahren funktioniere auch bei sehr komplexen Bauteilen, die mit herkömmlichen Produktionsschritten nur schwer oder gar nicht hergestellt werden können. Auch soll die Qualität der gedruckten Metall-Teile besser sein als jene von druckgegossenen oder warmumgeformten.

Alle Karosserieteile aus Metall, also beispielsweise die Motorhaube oder die Instrumententafel wurden mit dem Drucker hergestellt. Einen kleinen Makel hat der 3D-Drucker von Audi aber noch. Bisher können mit dem Gerät nur Teile mit einer maximalen Länge von 24 Zentimeter und einer Höhe von 20 Zentimeter erstellt werden. Damit dürfte auch erklärt sein, warum man bei Audi den Typ C nur im Mini-Format ausgedruckt hat.

Der technische Meilenstein kommt für Audi gerade zur rechten Zeit. Er lenkt etwas ab vom Abgas-Skandal um das Mutterhaus VW, in den aber auch Audi involviert sein soll. (cat)

Publiziert am 06.11.2015 | Aktualisiert am 07.11.2015
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So entsteht das erste Auto aus dem 3D-Drucker

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1 Kommentare
  • Thomas  Forler 07.11.2015
    Da finde ich den LM3D Swim aus den USA das erste Auto aus dem 3D-Drucker aber wesentlich interessanter. Marktstart für den Swim ist 2017, er wird mit einem Elektromotor angetrieben und ist mit seinen vier Sitzen auch praktischer, als diese Audi Spielzeuge im 1:2 Massstab.