Tuner am Genfer Autosalon 2015 Stark, stärker, Genf

Nicht nur die Autohersteller, sondern auch die wichtigsten Tuner und Veredler der Welt präsentieren in Genf ihre Neuheiten – und diese sind nicht selten abgedrehter denn je.

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Auch Tuner und Veredler nutzen den noch bis am Sonntag, 15. März, dauernden 85. Genfer Autosalons als Plattform für ihre heissen Öfen. Aufs Thema Verbrauch wird dabei nur durch die standardisierte Fusszeile hingewiesen, wobei diese Werte jeweils fern jeder Realität liegen, was die Interessenten der Tuningmodelle jedoch nicht stört.

Einer dieser Werte gehört zum Brabus 850 6.0 Biturbo Coupé auf Basis des Mercedes S 63 AMG Coupé. Knapp zehn Liter auf 100 Kilometer soll er verbrauchen. Das wären mehr Liter als er Sekunden für den Sprint bis Tempo 200 benötigt. Denn das sind genau 9,4. Die Hälfte der Geschwindigkeit ist schon nach 3,5 Sekunden erreicht – bei 350 km/h greift die Elektronik ein. Möglich sind solche fast schon extraterrestrischen Beschleunigungswerte, da die Truppe um Brabus-Chef Bodo Buschmann dem schwarzen Flitzer 850 PS und ein maximales Drehmoment von 1450 Nm verpasst hat. Letzterer Wert ist zwar auf 1150 Nm begrenzt, doch dank des Allradantriebs reicht das locker, um die Mundwinkel gen Ohren zu treiben.

Doch es geht noch krasser. Mit dem Brabus Rocket 900 lassen die Deutschen einen auf 900 PS und 1500 Nm erstarkten Mercedes S 65 AMG von der Kette. Über 350 km/h ist er schnell und in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 – dass es den von 5,5 auf 6,3 Liter vergrösserten Hubraum nach jeder Menge Super-Nahrung dürstet, muss natürlich klar sein. Laut Norm sind es allerdings nur 11,9 Liter auf 100 Kilometer.

Ähnlich rasant geht es bei ABT zur Sache. Vor allem der pechschwarze ABT RS6-R wirkt mit seinen 730 PS und 920 Nm wie ein Urzeitmonster. 320 km/h und 3,3 Sekunden bis Tempo 100 sorgen für mächtig Eindruck. Der Preis rund 220'000 Franken natürlich auch. Direkt daneben stehen noch ein auf 280 PS verstärkter und optisch böse gestalteter Passat Variant. Der Dritte im ABT-Bunde ist ein TT 2.0 TFSI mit nun 310 PS und 440 Nm, der bis zu 260 km/h schnell wird. Aus dem Hause Startech ist ein von aussen rund um auf Sport getrimmter Jaguar F-Type zu sehen. Mit Spoilerflaps und Co. wirkt er noch potenter, als zuvor. Porsche-Tuner TechArt hat unter anderem einen Porsche 911 GTS mit an den Genfer See gebracht. Gleichzeitig zeigt der Veredler Individualisierungsmöglichkeiten für 911 Targa, 911 Turbo S Cabriolet, Macan, Cayenne und Panamera.

BMW-Veredler Alpina präsentiert mit dem B6 Gran Coupé einen um 60 PS erstarkten Münchener. Der 4,4 Liter grosse V8-Benzinmotor leistet 600 PS und 800 Nm. Den Sprint legt er in 3,8 Sekunden zurück – bei 324 km/h ist Schluss. Zu erkennen ist er unter anderem an der neu gestalteten Motorhaube. Auch auf BMW spezialisiert hat sich AC Schnitzer. Mit Leistungssteigerungen beim X6 sowie einem Optikpaket für den M4 zeigt AC Schnitzer eine gelungene Kombination von Optik und Leistung.

Zwar keinen BMW, dafür aber fünf andere Schönheiten präsentiert Mansory in Genf. Der Mansory GT Race auf Basis eines Bentley Continental GT hat nun 736 PS und rast auf 330 km/h. Der zum Trofeo umbenannte Lamborghini Huracan hat doppelt so viele Pferdestärken wie das Serienfahrzeug. Insgesamt stehen 1250 PS und eine Topspeed von über 340 km/h zur Verfügung. Das zur Diamond Edition veredelte Mercedes S 63 AMG Coupé leistet 1000 PS, das G-Modell mit dem Namen Sahara Edition 840 PS und der Porsche Cayenne satte 800 PS.

Publiziert am 13.03.2015 | Aktualisiert am 13.03.2015
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Ein VW Passat Variant mit 2.0 TDI von ABT.

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2 Kommentare
  • Gerry  Kuster 13.03.2015
    Der Bentley von Mansory ist so, als würde man auf ein Chanel Kleid Swarovski Steinchen kleben. Gewisse Fahrzeuge werden durch solch optisches Tuning einfach nicht zwangsläufig besser. Ist natürlich Geschmackssache.
  • Jean-Philippe  Ducrey 13.03.2015
    Ach zum Glück gibt es noch richtige Motoren. Dachte schon, dass man in Zukunft mit den Zuckerwassermotörschen das Auto durch die Gegend tragen muss.
    Übrigens an all die Umweltschwätzer: Ein normaler V8 Sauger-Motorverbraucht über alles gesehen, inkl. Produktion und Entsorgung, nicht mehr Energie als ein mit Biturbo, Ladeluftkühlung etc. aufgemöbelter und hochverdichteter Dreizylinder 1 Liter Motor.