Subaru Trezia Alltag ohne Allrad

  • Publiziert: 15.02.2011, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Timothy Pfannkuchen

Ein Subaru ohne Allradantrieb – na und? Der neue Microvan Subaru Trezia ist zwar kein König der Berge, aber ein Held des Alltags.

Traditionalisten müssen jetzt ganz stark sein: Nein, der Trezia hat niemals 4x4-Antrieb. Im Gegensatz zum Justy nicht mal optional. Nein, auch keinen Boxermotor. Es kommt noch härter: Er passt trotzdem prima. Denn kein Autohersteller kann es sich noch leisten, wichtige Kundengruppen zu ignorieren.

Migg Zellweger, Managing Director Subaru Schweiz, bringt es auf den Punkt: «Wir sind stolz auf unsere Kernkompetenz Allrad. Aber, um einen anderen Slogan zu zitieren: Andere räubern in unserem Kernsegment; warum also sollen wir nicht in deren Segmenten räubern?»

Der noch diesen Monat startende Trezia ist ein Bruder des neuen Toyota Verso S. Adrett sieht der vier Meter lange Microvan aus – vorne gar schnittig. Die erhöhte Sitzposition überzeugt ebenso wie die Details, etwa das doppelte Handschuhfach. Oder der Hebel im Laderaum, mit dem man die Fondsitze umklappt. Platz gibt es auch hinten üppig.

Schade: Im adretten Cockpit wünschte man sich hochwertigere Materialien. Aber bei Preisen ab 22500 Franken (inkl. 9 Airbags, ESP, Klimaanlage, CD-Radio, u.a.) geht das in Ordnung.

Ebenso der Antrieb. 6 Gänge, kombiniert mit einem 1,3-Liter-Benziner (99 PS, 5,5 l/100 km Verbrauch) oder einem durchzugsstarken und leisen 1,4-Liter-Diesel (90 PS, 4,3 l/100 km). Den Diesel gibts auf Wunsch auch mit Schaltautomat, der per Lenkradpaddel flott, auf Automatik aber eher träge die Gänge wechselt.

Nicht träge ist der Fahreindruck. Mit dem Trezia räubert man gerne mal um Kurven und der Kleine wirkt sehr handlich – bei klassenüblichem Komfort. Das sollte reichen, um auch ohne 4x4 Erfolg zu haben.

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