Eine Legende feiert: Mini wird 50
Von Raoul Schwinnen | Aktualisiert um 01:19 | 29.05.2009
Ein Kleiner feiert grossen Geburtstag: Der Mini war und ist der Liebling der Stars und hat in 50 Jahren bisher sechs Millionen Käufer gefunden.
Zum 50. Geburtstag der Marke versteigert Mini eine Neuinterpretation von George Harrisons 1966er Mini Cooper S (rechts).
Vor einem halben Jahrhundert gab die British Motor Corporation (BMC) dem Konstrukteur Alec Issigonis einen klaren Auftrag: Bau ein Auto mit viel Innenraum bei möglichst geringen Aussenmassen, mit Platz für vier Personen und tollen Fahreigenschaften. Es soll wenig kosten und einen tiefen Verbrauch haben.
Issigonis brillante Umsetzung: der erste Mini. Ende August 1959 rollte ein Wägelchen vom Band, bei dem die winzigen Räder an den äussersten vier Ecken der Karosserie sassen. Mit sympathischen Augen und einer so kurzen Kühlerhaube, dass der 34 PS starke Vierzylinder samt darunterliegendem Getriebe quer zwischen den Vorderrädern eingebaut werden musste. Der automobile Minimalismus verkaufte sich zu Beginn nur schleppend. Erst die «Swinging Sixties» und eine Probefahrt der Queen im königlichen Schlosspark von Windsor verhalfen dem Mini zum Durchbruch. Plötzlich galt er als atemberaubend chic.
Musikstars wie die Beatles, Elton John oder Mick Jagger kurvten mit dem in alle Parklücken passenden Kleinwagen durch Londons City. Der britische Schauspieler Peter Sellers war vom praktischen Alltagsgefährt so begeistert, dass er seiner Frau, dem Bond-Girl Britt Ekland, eine besonders edel ausgestattete Version des Kultautos schenkte. Die Schweizer Volksschauspielerin Stefanie Glaser schwört heute noch auf ihren Mini in der Ur-Form.
Aber nicht nur Musiker und Schauspieler verehren den Mini. Auch Designer finden immer wieder Gefallen am kleinen, kantigen Wägelchen. Vom kurzen Wagen inspiriert, erfand Designerin Mary Quant in den 1960er-Jahren den Minirock sozusagen das modische Pendant. Seit 2003 legen jedes Jahr renommierte Modeschöpfer Hand an beim etwas grösseren und moderneren Mini der Neuzeit. So versah beispielsweise Donatella Versace ein Cooper-Cabrio mit einem exklusiven Blüten-Look und einem Interieur mit goldfarbenen Nähten an den schwarzen Ledersitzen und Swarowski-Steinen am Schalthebel. Alles im typischen Versace-Stil.
Dieses Jahr war das New Yorker Designer-Duo The Blonds an der Reihe. Es liess sich von der Popsängerin und Katzenfanatikerin Katy Perry inspirieren und verpasste dem Mini einen pinken Leoparden-Look. Übrigens: Die Kunstwerke auf Rädern werden jeweils versteigert und der Erlös bislang knapp 500´000 Franken kommt der Aidshilfe zugute.
Issigonis brillante Umsetzung: der erste Mini. Ende August 1959 rollte ein Wägelchen vom Band, bei dem die winzigen Räder an den äussersten vier Ecken der Karosserie sassen. Mit sympathischen Augen und einer so kurzen Kühlerhaube, dass der 34 PS starke Vierzylinder samt darunterliegendem Getriebe quer zwischen den Vorderrädern eingebaut werden musste. Der automobile Minimalismus verkaufte sich zu Beginn nur schleppend. Erst die «Swinging Sixties» und eine Probefahrt der Queen im königlichen Schlosspark von Windsor verhalfen dem Mini zum Durchbruch. Plötzlich galt er als atemberaubend chic.
Musikstars wie die Beatles, Elton John oder Mick Jagger kurvten mit dem in alle Parklücken passenden Kleinwagen durch Londons City. Der britische Schauspieler Peter Sellers war vom praktischen Alltagsgefährt so begeistert, dass er seiner Frau, dem Bond-Girl Britt Ekland, eine besonders edel ausgestattete Version des Kultautos schenkte. Die Schweizer Volksschauspielerin Stefanie Glaser schwört heute noch auf ihren Mini in der Ur-Form.
Aber nicht nur Musiker und Schauspieler verehren den Mini. Auch Designer finden immer wieder Gefallen am kleinen, kantigen Wägelchen. Vom kurzen Wagen inspiriert, erfand Designerin Mary Quant in den 1960er-Jahren den Minirock sozusagen das modische Pendant. Seit 2003 legen jedes Jahr renommierte Modeschöpfer Hand an beim etwas grösseren und moderneren Mini der Neuzeit. So versah beispielsweise Donatella Versace ein Cooper-Cabrio mit einem exklusiven Blüten-Look und einem Interieur mit goldfarbenen Nähten an den schwarzen Ledersitzen und Swarowski-Steinen am Schalthebel. Alles im typischen Versace-Stil.
Dieses Jahr war das New Yorker Designer-Duo The Blonds an der Reihe. Es liess sich von der Popsängerin und Katzenfanatikerin Katy Perry inspirieren und verpasste dem Mini einen pinken Leoparden-Look. Übrigens: Die Kunstwerke auf Rädern werden jeweils versteigert und der Erlös bislang knapp 500´000 Franken kommt der Aidshilfe zugute.
Die Geschichte des Mini
Am 26. August 1959 lief in Oxford der erste Morris Mini Minor vom Band. Das nur 3,05 m kurze und 600 kg leichte Fahrzeug verfügte über einen 848-ccm-Motor, der 34 PS leistete und 115 km/h scha¬ffte. Mit einem Preis von 496 Pfund (heute ca. 6000 Franken) war er damals das zweitbilligste Auto. Der Hersteller hat wie das Fahrzeug eine bewegte Geschichte und wechselte einige Male Namen und Besitzer. So hiess die einstige British Motor Corporation ab 1975 British Leyland, 1986 Rover Group und 1988 British Aerospace. 1994 übernahm BMW. Die Produktion des Mini Classic endete erst nach 41 Jahren und 5 387 862 Verkäufen im Jahr 2000. Schon 2001 startete BMW erfolgreich mit dem neuen Mini und setzt so die Geschichte mit viel Schwung fort.
Das Designerduo «The Blonds» entwarf 2009 ein Cabrio im Katy Perry-Look.
2005 gestaltete Donatella Versace ein Cooper Cabrio.
Agent Provocateur hatte 2008 seinen Auftritt in Wien.
Der Missoni-Mini war 2003 am Life Ball zu sehen.
Gianfranco Ferré gestaltete 2004 ein Mini-Cabriolet.
George Harrisons Mini war 1967 im Beatles-Film «Magical Mystery Tour» zu bewundern.
Der Entwurf des 1999er-Mini stammt von Kate Moss.
Modeschöpfer Paul Smith designte 1999 einen Mini.
Madonnas Mini hatte im Promo-Film zu «American Life» seinen Auftritt.
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