Mercedes-Offroader feiert 70. Geburtstag Happy Birthday Unimog!

Die Offroad-Legende Unimog von Mercedes feiert ihren 70. Geburtstag! BLICK nutzt die Gelegenheit für eine Ausfahrt im Ur-Unimog und zeigt die kuriosesten Unimog-Derivate.

Mercedes Unimog im Extrem-Einsatz youtube.com / Grigoriy Artyuh

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«Universal Motor Gerät» – kurz Unimog: Der Name verräts, dieses Vehikel stammt aus einer anderen Zeit. Seit bereits 70 Jahren gibts den Mix aus Traktor und Lastwagen von Mercedes. Und trotzdem gilt noch heute: Wenn im Gelände nichts mehr geht, hilft nur ein Unimog!

Ein harziger Start

BLICK tritt mit einem der ersten Unimog (Baureihe 401) zur Ausfahrt an. Schon der Einstieg in den süssen Offroad-Laster mit Kulleraugen wird zum Abenteuer: Die Türen befinden sich auf Brusthöhe und sind winzig – das Raumangebot im Doppelsitzer ebenfalls.

Das Lenkrad ist spindeldürr, der Mitteltunnel mit seinen Hebeln grobschlächtig und im metallenen Armaturenbrett wirken die vier Runduhren und eine Handvoll Drehschalter verloren. Der 401er-Unimog wird von einem 1,7-Liter-Vierzylinder-Diesel (Basis: 38 PS) angetrieben, was unsere Hoffnung auf grosse Gelände-Abenteuer bereits deutlich dämpft.

Optimismus im Tacho

Doch der Eindruck, in einem untermotorisierten Oldtimer zu sitzen, täuscht: Die Übersetzung ist kurz und nach schnellem Anrollen holpert der Ur-Unimog munter los.

Zahlreiche Unimog-Fanclubs rund um den Globus huldigen dem legendären Lastwagen-Traktor. In der Unimog-Geburtsstadt Gaggenau (D) steht gar ein Unimog-Museum. play
Zahlreiche Unimog-Fanclubs rund um den Globus huldigen dem legendären Lastwagen-Traktor. In der Unimog-Geburtsstadt Gaggenau (D) steht gar ein Unimog-Museum. unimog-museum.com

Natürlich ist das Getriebe mit seinen sechs Vorwärts- und zwei (!) Rückwärts-Gängen aus den 1950er-Jahren nicht synchronisiert.

Zwischengas, der nächste Gang, eine schweisstreibende Lenkraddrehung und weiter. Der Pedalweg an Bremse oder Kupplung ist gewaltig und die schwergängige Lenkung zwingt den Fahrer unvermittelt, etwas schneller zu fahren.

80 km/h? Der 1953er-Unimog schafft höchstens Tempo 50. play
80 km/h? Der 1953er-Unimog schafft höchstens Tempo 50. D. Seufert / S. Grundhoff / Werk

Apropos schneller: Der Tacho reicht bis zu selbstbewussten 80 km/h, doch das orange «Playmobil» schafft bestenfalls Tempo 50.

Ende Gelände?

Nach kurzer Fahrt auf Asphalt brettern wir ins Gelände – und zwar in eines, wo die heutigen SUV abermals versagen. Mit dem spektakulär kleinen Radstand von 1,72 Metern kann der 1,7 Tonnen schwere Lastesel beinahe auf der Stelle drehen – vorausgesetzt, der Allradantrieb ist deaktiviert.

  Nach der «Panzerkehre» schalten wir das 4x4 einfach wieder ein und jagen den Unimog durch unwegsamstes Geläuf: Tiefe Furchen, Wasserdurchfahrten oder ein kleiner Abstecher auf den weichen Acker – alles kein Problem!

«Dieseli» in der Schweizer Armee

Die Schweizer Armee gehörte zu den ersten Unimog-Abnehmern. Kein Wunder, die Nutzlast des 4x4-Lastwagens war seinerzeit mit rund 1,4 Tonnen mächtig. Bis heute hält das Schweizer Militär dem Unimog die Treue – bei uns wird der Allrounder auch als «Dieseli» bezeichnet.

Nahezu unendliche Vielfalt

Nicht nur in Armeen tuckern noch heute Unimog, auch bei Förstern, Strassenreinigern, Bauunternehmen oder Feuerwehren sind die Alleskönner nach wie vor beliebt. 30 Baureihen sind bis heute entstanden, rund 340'000 Stück rollten in den letzten 70 Jahren vom Band: Die Vielfalt ist gigantisch und – wie der neue Unimog zeigt – ein Ende noch lange nicht in Sicht.

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 02.01.2017
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