Die Serie zum 75. Autosalon Genf 1947: Erster Nachkriegs-Salon

  • Publiziert: 15.02.2005, Aktualisiert: 02.01.2012
  • URS P. RAMSEIER

Obwohl nach dem Zweiten Weltkrieg die europäische Autoindustrie zerbombt am Boden lag und es an Rohstoffen mangelte, fand bereits 1947 wieder ein Autosalon in Genf statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlte es in Europa an allem: Kautschuk, Benzin, Arbeitskräfte. So verwundert es nicht, dass es am Genfer Autosalon 1947 nichts Revolutionäres zu sehen gab. Im Gegenteil: Übertrumpften sich die Autohersteller vor dem Krieg mit atemberaubenden Blechschöpfungen, erinnerten nun die ausgestellten Modelle optisch und technisch an Fahrzeuge der 30er-Jahre. Dennoch kamen 1947 gegen 185000 Besucher nach Genf! Und auch die europäische Autoindustrie nahm in den folgenden Jahren erstaunlich zügig wieder Fahrt auf.

Eines der emotionalsten Modelle der Nachkriegsjahre: der 1949 am Salon gezeigte, auf Basis des VW Käfer entwickelte Porsche 356. Der deutsche Roadster begeisterte die Menschen, fand in der Schweiz viele Freunde. Und er wurde sogar von Schweizern veredelt: So bauten die Thuner Carrossiers Ernst und Fritz Beutler im Auftrag eines Zürcher Kaufmanns für den 356 eine bildschöne, modifizierte Karosserie. Noch heute gilt der «Beutler-Porsche 356» als einer der schönsten Roadster aller Zeiten.

play Bildschön: Der von den Schweizer Carrossiers Ernst und Fritz Beutler veredelte Porsche, hier mit Besitzer H.P. Wyssmann. (ZVG)

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