Die Serie zum 75. Autosalon Genf 1924: Italienische Innovationskraft

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • URS RAMSEIER

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fand 1923 nach mehr als 15 Jahren wieder eine Automobil-Ausstellung in Genf statt. Ab 1924 erstmals mit internationalem Renommee.

Nach dem 4. nationalen Autosalon 1923 in Genf, der ersten Autoausstellung nach Ende des Ersten Weltkriegs, wurde der erste international ausgeschriebene Genfer Salon von 1924 zur Initialzündung für den bis heute anhaltenden Erfolg. Standen 1923 nur 38 Chassis und 109 Autos in den Salonhallen, waren es 1924 bereits mehr als 200 Marken! Mit eiligst aufgestellten Zelten auf der Wiese des Plainpalais wurde dafür die Ausstellungsfläche verdreifacht. Im November 1925 begannen die Bauarbeiten für das «Palais des Expositions» in Genf. Erst die Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre sollte den Autoboom der 20er-Jahre bremsen.

Eines der wichtigsten Fahrzeuge, die in den 20er-Jahren in Genf Weltpremiere feierten, war der Lancia Lamda von 1924. Der Wagen verfügte – erstmals im Serienbau – über eine Ganzstahl-Monocoque-Karosserie und Einzelradaufhängung vorne. Als Antriebsquelle diente ein V4-Motor mit schmalen 13 Grad Zylinderwinkel – eine Konstruktion, der Lancia bis in die 70er-Jahre treu blieb! Der sportliche Wagen, der bis 1931 in stetig verbesserten Versionen mehr als 13000 Mal produziert wurde, gilt heute als das wichtigste Meisterstück von Vincenzio Lancia.

Meisterstück von Vincenzio Lancia: der Lamda von 1924.

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