Bundesanwaltschaft ermittelt Amri (†24) hatte die Tatwaffe wohl aus der Schweiz

Der Attentäter von Berlin hat sich längere Zeit in der Schweiz aufgehalten – möglicherweise mehrfach. Er soll auch die Tatwaffe in der Schweiz besorgt haben. Dies berichtet das ZDF unter Berufung auf Schweizer Sicherheitskreise.

Anis Amri (†24) wollte im Juli mit dem Flixbus nach Zürich reisen. play

Anis Amri (†24) wollte im Juli mit dem Flixbus nach Zürich reisen.

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Die Schweizer Ermittlungsbehörden werten unter anderem die Kontodaten aus, die nach dem Anschlag auf Anis Amris (†24) Handy gefunden worden waren, berichtet das ZDF weiter. Es sei nach den bisherigen Ermittlungen wahrscheinlich, dass der Täter sich in einer Schweizer Stadt mit einer «regen Islamistenszene» die Tatwaffe besorgt habe.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat vor wenigen Tagen ein Verfahren gegen unbekannte Täterschaft im Zusammenhang mit dem Berliner Anschlag eröffnet. Auslöser seien ausländische Informationen gewesen. Auf Anfrage von BLICK erklärt eine Sprecherin: «Bei den ausländischen Informationen handelt es sich um Kontaktdaten rund um Anis Amri». Das Strafverfahren habe zum Ziel, allfällige Bezugspunkte zur Schweiz abzuklären. Dies betreffe Hinweise zur Logistik, Person oder zur Tatwaffe. Gesicherte Informationen gebe es zur Zeit noch keine.

Bei einer Routinekontrolle am 30. Juli 2016 ist Amri dem ZDF-Bericht zufolge am Busbahnhof Friedrichshafen nahe der Schweizer Grenze aufgegriffen worden. Der Tunesier, der damals schon als Gefährder eingestuft war, soll seine Identität verschleiert haben. Offenbar hatte er Betäubungsmittel und zwei italienische Pässe bei sich. Damit war er nach Zürich unterwegs, angeblich zu einer Hochzeit.

Anis Amri wurde vorläufig festgenommen: Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Er kam in Ravensburg ins Gefängnis. Am 1. August wurde er jedoch wieder entlassen. Die Behörden versuchten vorher offenbar, Amris Ersatzpässe aus Tunesien zu bekommen. Dies dauerte aber zu lange, so dass ein Antrag auf Abschiebungshaft aussichtslos gewesen sei.

Amri ist im Dezember mit einem Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gerast. Bei dem Anschlag sind 12 Menschen getötet worden, 50 wurden verletzt. (rey)

Publiziert am 06.01.2017 | Aktualisiert am 07.01.2017
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22 Kommentare
  • Jan  Truembler 07.01.2017
    Und unsere Regierung und all die naiven Politiker sagen immer noch, dies ist ein Einzelfall und er habe auch habe Menschenrechte.
    Und weiterhin dürfen die Kräne bei uns verteilt werden.
    Wacht auf Leute, auch die Schweiz ist voll im Kreuzfeuer, ob EU oder nicht.
  • drafi  schweizer aus berg
    07.01.2017
    dass man nun auch die Schweiz mit in den Schlamassel hineinziehen möchte wundert nicht, man versucht immer das schwächste Glied ausfindig zu machen, na ja er war in der Schweiz, das ist Beweis genug, und die schweizerregierung ist so was von easy zu manipulieren dass man jetzt schon sagen kann dass wir uns am Ende bei Entschädigungszahlungen mitbeteiligen werden, unsere Bundesräte sind problemlos dazu zu bewegen, wir sind das schwächste Glied, also zahlen wir mit!!
  • H.   Heller aus Zürich
    06.01.2017
    Ich denke, es geht vor allem darum, der Schweiz eine Mitschuld zuzuschieben, weil Deutschland in dieser ganzen Geschichte ziemlich schlecht aussieht, Lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Denn wer hat all die Invasoren aus dem Osten und dem Süden gerufen, wer? Die sollen sich um ihre Probleme kümmern und nicht andere Länder mit hineinziehen..
  • John  Fulton aus Lyss
    06.01.2017
    Wieso akzeptierten Verfassungsschutz und Behörden seine zahlreichen Identitäten? Weshalb half ihm ein V-Mann sogar beim Umzug oder präziser: Wieso lag der Wohnortswechsel von Dortmund nach Berlin im Interesse der Schlapphüte? Welche Bedeutung hatte Anis Amri für den Verfassungsschutz? Und last, but not least die Frage: Weshalb brach man im September dessen Überwachung mit der Begründung ab, es gebe keine Hinweise auf bevorstehende Straftaten durch ihn?
    • Charly  aus Belp
      06.01.2017
      sie stellen viele Fragen, für mich ist das ein klarer Fall von vielen Versagern der Behörden und Politiker/Innen, wenn sie Ihren Job wie gegen all die Autofahrer/Innen gemacht hätten und die Kuschel- Justiz endlich auch ihre Hausaufgaben machen würden, wäre es sicher nie passiert. ich persönlich habe das Vertrauen in unsere Politik und Behörden verloren, zum andern hat sich einmal mehr erwiesen, dass die EU Ihre Aussengrenzen und ihre Kommunikation nicht im Griff haben!
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    06.01.2017
    Einfach damit es klar gesagt ist: Diese "rege Islamistenszene" besteht zu 95 Prozent aus Einwanderern ohne Schweizerpass. Auffällig viele kamen aus Deutschland im Zug der Personenfreizügigkeit mit der EU. Sie gehören zu den dringend benötigten Fachkräften, ohne die unser Land angeblich zusammenbricht. Die politische Absicht ist klar: Man hat jetzt einen neuen Vorwand, um 2 Millionen gesetzestreue Schweizer Waffenbesitzer zu kriminalisieren.
    • Fancy  Bear 06.01.2017
      Ist mir neu, dass da alle unter einen Hut gesteckt werden! Aber ich denke mal, wir alle sind uns einig, dass der Schwarzmarkt für Waffen das Problem ist. Die Gesetzestreuen interessiert niemanden. Und die Fachkräfte werden ja auch von der SVP vehement verteidigt. Hauptsache die Branche die die Partei sponsert hat genug Fachkräfte. Auffällig ist, dass die Illegalen nicht ausgewiesen werden können. Vielleicht sollte man da ansetzen.
    • Henri  Steinlin aus Courchavon JU
      07.01.2017
      @Brechbühl: .... haben sie immer noch nicht verstanden dass die Personenfreizügigkeit nur die EU Bürger betrifft die einen Arbeitsvertrag mit einem Schweizer Unternehmer, Arbeitgeber oder Bauer hat.
      Ich glaube kaum dass Schweizer Unternehmen "Islamisten" anstellen.
      Dass sich die Islamisten und Rechtsextremen in der Schweiz mit Waffen versorgen ist ja seit bekannt und erwiesen.