Kolumne vom 22. Februar
Das kann ein Schreiner nicht an einer Hand abzählen
Jetzt hat Simon Ammann so viele Olympia-Goldmedaillen, dass sie mancher Schreiner nicht einmal mehr an einer Hand abzählen kann. Trotzdem bleibt beim Ikarus aus dem Toggenburg eine wichtige Frage unbeantwortet.
Nein, es geht überhaupt nicht um die Bindung, den Skiwachs oder andere technische Finessen, es geht um den mysteriösen anderen. Der vierfach vergoldete Schanzenkönig brachte diesen anderen im Siegerinterview selbst ins Gespräch, als er sagte: «Schon als ich die Bilder von der kleinen Schanze sah, dachte ich, das ist ein anderer Mensch, der das gemacht hat!»
Wenn schon Ammann selbst daran zweifelt, dass wirklich er es war, der all diese Wunder-Flüge vollbrachte, wie sollen wir Fans da noch sicher sein? Wir wollen uns lieber gar nicht vorstellen, wie es herauskommt, wenn der österreichische Ski-Boss Toni Innauer auf Blick.ch das entsprechende Interview anklickt.
Eine Skibindung allein macht keinen Wunderflieger. So viel haben die Österreicher inzwischen akzeptieren müssen. Aber was, wenn nun auskommen sollte, dass es mehrere Simis gibt, die abwechselnd über die Schanze fliegen?
Das wäre dann wirklich die ganz hohe Schule taktischer Verwirrspielchen. Erst die Bindung ein wenig abändern, um die österreichischen Funktionäre abzulenken, und dann, Hokuspokus, einen anderen Simon Ammann aus dem Hut zaubern. Aber egal ob es am Samstag dieser oder der andere war, gejubelt haben wir so oder so!
Liebe(r) Simi(s), wir gratulieren dir/euch von Herzen.