Bundesratswahl Rime und Walter: die Verlierer des Tages

BERN - Die SVP erlebte heute ein einzigartiges Debakel. Hansjörg Walter und Jean-François Rime sind zum zweiten Mal weg vom Fenster.

  • Publiziert: 14.12.2011, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Karin Müller
SVP-Politiker während der Bundesratswahl im Nationalratssaal play Die SVP wirkte kopflos und muss ihr Debakel nun analysieren. (sda)

Es war ein turbulenter Morgen im Bundeshaus. Hansjörg Walter stand die Enttäuschung erst ins Gesicht geschrieben. Er erhielt sowohl bei der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf als auch bei Ueli Maurer Stimmen.

Vor dem Wahlgang gegen Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) zog sich Hansjörg Walter auf sein Nationalratspräsidium zurück.

Er wollte es nie wirklich werden

Als Parlamentarier fiel er in den letzten Jahren vor allem dadurch auf, dass man ihn als Bundesratskandidat anfragte und er jedes Mal sagte: «Ich will nicht.»

Trotzdem liess er sich 2008 als Bundesratskandidat nominieren und unterlag. Nach dem Fall Zuppiger liess er sich wieder vor den Karren spannen und stieg nun frühzeitig aus.

Auch Jean-François Rime kandidierte zum zweiten Mal. Und verlor erneut. 2010 war er gegen
Johann Schneider-Ammann (FDP) angetreten. Ohne Chance.

Süssmost und Käse


Wie nach jedem harten Tag wird Hansjörg Walter sicher auch heute zum Zvieri ein Glas Thurgauer Most trinken und in ein Stück Appenzeller Käse beissen, aus der Milch seiner Kühe. Kollege Jean-François Rime wird ins Elsass auf Wildschweinejagd gehen.

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