EDA zum Horror-Beben: Möglich, dass auch Schweizer verschüttet wurden

  • Aktualisiert am 02.01.2012
Die Strassen von Port-au-Price sind mit Leichen gepflastert.- Reuters

PORT-AU-PRINCE – 180 Schweizer leben auf Haiti. Von 87 weiss man, dass sie leben. Doch was ist mit den übrigen Schweizern?

Ob beim Erdbeben in Haiti auch Schweizer umgekommen sind, ist weiter unklar. Von den 180 Schweizern in Haiti hätten bis heute Morgen 87 kontaktiert werden können, sagte Hans-Peter Lenz von der Humanitären Hilfe der DEZA heute.

«Wir haben keine Kenntnis von Schweizer Opfern, können aber nicht ausschliessen, dass auch Schweizer verschüttet wurden», sagte Lenz. Die genannten Zahlen zeigen, dass es der Schweizer Botschaft in Port- au-Prince seit gestern nicht gelungen ist, mit weiteren Schweizern Kontakt aufzunehmen. Die heute genannten Zahlen entsprechen dem Stand von gestern.

Lenz erklärte dies damit, dass während der Nacht in Haiti keine Kontaktaufnahme möglich war. Zudem sei diese sehr schwierig, da unter anderem das Mobilfunknetz nach wie vor nicht funktioniere, führte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) heute in Bern weiter aus. Dies erschwere auch die Hilfe an die Erdbebenopfer, sagte Lenz.

Die Schweizer, die kontaktiert werden konnten, seien wohlauf, sagte Toni Frisch, Chef der humanitären Hilfe des Bundes.

Das EDA hat auf seiner Internetseite ein Suchformular für Angehörige aufgeschaltet, sowie eine Hotline eingerichtet. (num)

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