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Schweizer Hilfswerke sind in Port au Prince, der Hauptstadt von Haiti zahlreich vertreten: Caritas, Heks, Helvetas und Ärzte ohne Grenzen betreiben auf der von Armut betroffenen Karibikinsel ihre Projekte. Doch jetzt, nach dem verheerenden Erdbeben, bangen sie um das Leben ihrer Mitarbeiter.
Zuhause in der Schweiz hoffen auch Angehörige und Verwandte verzweifelt auf ein Lebenszeichen ihrer Liebsten. Darunter auch Arnold R. (46) aus dem Aargau. Seit Beginn des Erdbebens versuchte er seine Lebenspartnerin Maja. L zu erreichen – lange Zeit erfolglos. «Zehn Minuten vor Ausbruch des Bebens schickte sie noch ein SMS», sagt R. Nichts deutete darauf hin, dass kurz darauf die Katastrophe über Haiti ausbrechen wird.
Am späten Mittwochabend hat Arnold R. endlich Nachricht von seiner Partnerin aus Haiti erfahren. Sie überlebte die Katastrophe.
Maja L., studierte Ethnologin, engagiert sich seit Jahren für sozial Benachteiligte. Unter anderem beim Roten Kreuz und bei der Direktion für Entwicklung Zusammenarbeit DEZA.
In Haiti ist sie für das kleine Basler Hilfswerk Iamaneh unterwegs, dass dort ein Projekt für Strassenmädchen betreibt. «Wie viele Europäer wohnt sie im Hotel Oloffson in Port au Prince», sagt ihr Lebenspartner. Sei heute morgen versucht er auf allen Kanälen seine Maja zu erreichen.
«Nichts geht. Das Handy klingelt, aber niemand nimmt ab. Auch im Hotel ertönt das Rufzeichen. Aber auch da geht niemand ran», sagt Arnold R.
Wie ihm geht es auch den Hilfswerken. Sie alle versuchen, Kontakt zu ihren Mitarbeitern herzustellen. Aber ob Telefon, Handy oder Internet – alles ist zusammengebrochen. Nichts geht mehr.
Arnold R. hofft, dass seine Partnerin das SMS aus dem Hotel sandte. Denn das weiss er unterdessen: Das Oloffson wurde vom Beben nicht dem Boden gleich gemacht.
* Name der Redaktion bekannt
Maja L. hatte riesiges Glück.- www.imaneh.ch