Interview «Mein Sohn könnte noch leben»

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Sandro Brotz

Bekir Yildirim (30) ist der Vater des kleinen Süleyman († 6). Den Hundehalter der Pitbulls hasst er nicht. Über den Tod seines Sohnes weint er.

Herr Yildirim, wie geht es Ihnen?
BEKIR YILDIRIM (schweigt lange): Wir sind alle sehr traurig. Keine andere Familie soll dieses Leid erleben müssen. Jeder, der Kinder hat, weiss, was ich meine.

Empfinden Sie Hass auf den Hundehalter?
Kein normaler Mensch hat sechs Pitbulls. Ich spüre aber keinen Hass. Die Richter müssen entscheiden, was mit ihm geschehen soll. Er muss bestraft werden. Dafür gibt es Gesetze.

Die Pitbulls sind frei herumgelaufen.
Ich frage mich: Warum sind solche Kampfhunde nicht verboten? Warum gibt es kein Verbot? Warum hat sich niemand darum gekümmert? Man weiss doch, dass diese Hunde gefährlich sind.

Sie meinen, Ihr Sohn könnte noch leben, wenn es ein Verbot gäbe?
Sein Tod wäre zu verhindern gewesen. Mein Sohn könnte noch leben. So etwas darf nie mehr passieren. Nie mehr. Wirklich nie mehr.

Wie werden Sie Ihren Sohn in Erinnerung
behalten?

Süleyman war voller Leben. Er war ein so aktives Kind und immer in Bewegung. Er ging gerne ins Schwimmbad planschen, war mit dem Velo unterwegs und liebte Computerspiele. Noch am Tag vor seinem Tod habe ich für ihn Spielzeug gekauft (weint).

Top 3

1 Nach Horror-Crash Gotthard-Sänger Steve Lee ist tot!bullet
2 Ausgebremst Für Alonso ist Xenia «ein Witz»bullet
3 Grosse Lohntabelle Das verdient die Schweiz wirklichbullet

Migration