
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Wussten Sie, dass es in Südkorea Computergamer gibt, die von ihrem Hobby leben können? Dass es dort Gamestars wie bei uns Fussball- oder Popstars gibt? In der Schweiz ist man von solchen Zuständen zwar noch ein gutes Stück entfernt. Dass sich der E-Sport – der elektronische Sport – aber auch hier zu etablieren beginnt, zeigen Anlässe wie der «Mystery-LAN» (LAN: Local Area Network – zu deutsch: Lokales Netzwerk).
Vom 29. April an werden sich dabei drei Tage lang Game-Mannschaften – sogenannte Clans – und auch Einzelpersonen über ein lokales Netzwerk in Mehrspieler-Games wie «Counterstrike» oder «Need for Speed Underground 2» messen und um insgesamt 20000 Franken daddeln. Preisgeld in dieser Höhe stellt ein Meilenstein in der noch relativ jungen Schweizer Gamegeschichte dar.
Massstäbe setzt der Grossanlass im bernerischen Interlaken aber nicht nur punkto Teilnehmeranzahl und Preissumme. Erstmals soll laut Organisator Thomas Fässler (21) von der «Swiss Gaming Association» auch ein breites Publikum angesprochen werden.
So können abseits der Hauptturniere frei zugängliche Fun-Games über LAN oder Internet gespielt werden. Ein Zeichen setzen die Veranstalter auch mit dem angegliederten Playstation2-LAN-Turnier, das mit dem Vorurteil aufräumt, Netzwerkpartys seien nur etwas für abgebrühte PC-Freaks.
Auch «Führungen» für Interessierte durch die Reihen der Profizocker seien geplant, so Fässler. Schliesslich soll mit dem «Mystery-Lan» der E-Sport in der Schweiz an Popularität gewinnen. Ein «ausser-gamerischer» Zuschauer ist den Zockern zumindest schon mal sicher. So hat von Däniken bereits angemeldet, selbst zugegen zu sein, um den Netzwerkspielern einmal über die Schultern zu schauen.