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Mitten im morgendlichen Stossverkehr sind in der Nähe von Brüssel zwei Regionalzüge zusammengestossen. Dabei sollen 18 Menschen ums Leben gekommen sein. 95 Menschen der 300 Passagiere wurden verletzt. Helfer brachten die Leichtverletzten in ein benachbartes Sportzentrum.
Passagiere in Waggons eingeschlossen
Bei dem Aufprall wurden Fahrgäste in den Waggons eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden, meldete die Polizei.
Der Pendler Yves Grandmaison berichtet via Twitter: «Ich war in einem der Züge und habe mir den Kopf gestossen – nichts Schlimmes im Vergleich zu den schwer Verletzten, die in der Mitte meines Wagons lagen!»
«Ein Blutbad!»
Ein besorgter Ehemann schreibt auf Twitter: «Meine Frau und Schwiegermutter waren in dem Zug. Sie sind nur leicht verletzt, Gott sei Dank! Sie befinden sich jetzt beide in der Sporthalle, wo sie versorgt werden. Es sieht sehr schlimm aus, die Züge sind regelrecht entzwei gerissen. Überall rennen Feuerwehrleute und Sanitäter herum.»
Eine Passagierin telefonierte gemäss «RTLinfo» mit ihrem Sohn: «Hier ist ein Blutbad geschehen! Ich zittere nur noch!» Ein anderer Passagier sagt: «Es ist wie ein gelebter Albtraum.» Ein anderer berichtet, der Zug habe vor dem Aufprall nicht gebremst.
Jetzt ist auch klar, wie das Unglück geschehen konnte: Einer der Lokführer hat ein Stoppsignal überfahren. Der andere Zug habe seine Signale beachtet, habe aber Verspätung gehabt.
Das Unglück ereignete sich auf vereisten Gleisen und in dichtem Schneefall. Es handelt sich um eines der schlimmsten Zugunglücke in Belgien seit Jahrzehnten. Halle liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Brüssel. Wegen des Unfalls war unter anderem die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Brüssel und Paris blockiert. (gux/SDA)