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Die Seebühne gleicht einer Festung. Draussen patrouillieren Wächter, genau wie im Bond-Film. Kameras, Handys, alles müssen Journalisten beim Set-Besuch abgeben. Verträge verhindern, dass in der Zeitung steht, was am Set geschieht. Erst später darf darüber berichtet werden, was Daniel Craig (40) in Bregenz macht, und was er darüber zu sagen hat.
Das hindert einige Bond-Freaks nicht daran, nach dem Besuch des Sets – es ist fast drei Uhr morgens – darüber zu debattieren, was Bond und all die bösen Buben (Mr. White, Mr. Greene und Elvis, unser Anatole Taubman) überhaupt vorhaben. Bond-Fans lösen das Geheimnis von «Quantum of Solace»!
«Warum spielt Mister White noch mit? Der wurde doch am Ende von «Casino Royale» erschossen!», sage ich. «Ein Begräbnis war da nicht», sagt ein Deutscher darauf.
«Aber warum sind die bösen Buben alle hier? Immerhin kommt die Bregenz-Szene früh – gleich nach der Auto-Szene in Italien und einer Badezimmer-Schlägerei», sagt ein TV-Insider aus England. Da räuspert sich ein bleicher Amerikaner. «Hier findet Bond raus, dass die Verschwörung riesig ist. Deshalb sind alle da. Und darum passt auch all das Wasser.»
«Warum Wasser?», fragen alle durcheinander. Der Ami: «Amalric hat sich beim Dreh in Chile verplappert. Es passt jedenfalls: In Chile gabs Wüstenszenen, dort kommts im Film zum Finale. Die böse Organisation «Quantum» will den Rohstoff Wasser für sich pachten. Die Seebühne passt doch perfekt für ein Treffen von denen. Genau wie der Ausgangspunkt am See in Italien und die Schlägerei im Bad!»
Der Franzose vom «Figaro» sagt: «Ein Leitmotiv! Merveilleux.» Alle grinsen und nicken. So muss es wohl sein. Ich schmeisse eine Runde. Allerdings kein Wasser.